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Anlegerstreß

Die Macht der Gefühle
von Thorsten Pörschmann

Übertriebene Selbstsicherheit wenn die Kurse steigen und nackte Angst wenn die Kurse fallen sind Emotionen die jedem Marktteilnehmer auf dem weg zum Börsenerfolg große Hindernisse entgegenstellen.

Da ein unsicherer Anleger stets Sicherheit außerhalb seiner selbst sucht, klammert er sich fortwährend an Prognosen von Börsengurus oder dubiose Anlagemethoden, die eine vermeintliche Sicherheit suggerieren, um überhaupt eine Entscheidung finden zu können. Daher liebe ich Investmentsparpläne, die sind emotionslos und die monatlichen Abrechnungen kann man getrost ungeöffnet in eine große Kiste werfen um alle eigenen Emotionen gänzlich auszuschalten. Doch wer macht das schon? In der Regel werden Depots nun in Excel Sheets oder sogar Online verfolgt. Täglich springen einem Anleger Gewinn oder Verlust auf den Cent genau ins Auge. Schön, dass es in den USA Untersuchungen gibt, wie Anlageerfolg und Kontrollverhalten zusammenhängen. Die Anleger, die nur einmal jährlich einen Depotauszug bekommen, erzielten wesentlich bessere Ergebnisse, als die mit monatlichem Statusbericht. Die mit monatlichem Bericht oder sogar täglichem Status erliegen der Kontrollillusion. Dem DAX® oder dem DOW JONES ist es wirklich egal, ob man sich nun täglich oder jährlich arm bzw. reich rechnet - es ändert nichts, um genau zu sein gar nichts. Nur die Anlegerpsyche wird auf täglicher Basis 364 mal mehr belastet, als auf jährlicher Basis. Der Kontoauszug schreit in Baissezeiten täglich: "Du mußt was tun, du mußt was tun", sonst wird's noch schlimmer. Folge: Im ersten Quartal wurden in Deutschland genau diejenigen Fondsanteile hinausgeworfen, die aufgrund z.T. jahrzehntelanger Erfolgsgeschichte in 2000 gekauft wurden: Threadneedle Euro Select Growth - raus damit, Metzler Fonds - weg damit, rein in Geldmarkt und Substanzaktienfonds etc, etc.

Viele Berater wehren sich nicht einmal mehr, weil sich diese Dinge schlicht und einfach zu oft wiederholen. Statistisch betrachtet werden 31 % aller Fondsanteile im Jahr bewegt. Die durchschnittliche Anlagedauer beträgt etwa 3 Jahre. Langfristig ausgerichtete Strategien im 3 Jahresrhythmus umzugraben bringt nichts. Immer wenn man etwas verkauft muß die Alternative die anschließend erworben wird, garantiert besser sein als das was man hatte - sonst hätte man die alte Anlage auch behalten können. In Baissezeiten breitgestreute Fonds rauszuwerfen machen nur Anfänger. Das ist auch wichtig, denn mit dem geparkten Geld wird schließlich die nächste Hausse auf dem Gipfel angeheizt.

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1. Chart FMM-Fonds FMM-Fonds
2. Chart Carmignac Patrimoine A Carmignac Patrimoine A
3. Chart DWS StepInvest Top Dividende DWS StepInvest Top Dividende

Indices

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30-Tage Chart  TecDAX  -0,2%  
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30-Tage Chart  Nikkei 225  +0,4%  

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