Der typische Anlegerzyklus
Quelle: Handelsblatt, Dr. H.-D. Schulz
- Wachstumsaktie rentiert nur 2%, aber die Firma forscht an einem sensationellen Produkt, Erfolgsaussichten grandios. Kaufen.
- Bei der nächsten Aufwärtsrallye werde ich verkaufen!
- Zu spät zum aussteigen.
- Nein, ich will ohne Verlust aussteigen.
- Warum fällt sie nur? Rendite 6%, Erträge gut. Dann werde ich halt Investor.
- Ausverkaufspreis. Jetzt zukaufen, »Moyenne« machen
- Jetzt kann ich nichts mehr verkaufen.
- Warum habe ich so wenig Glück?
- Tiefer gehts nimmer.
- Oh, nun fällt auch noch der Dollar!
- Broker! Verkauf meine Aktien.
- Mir doch egal, wenn sie wieder steigt. Ich will nichts mehr davon wissen.
- Habe es ja gewusst?
- Das Tief wird sicher nochmal getestet.
- Oh, jetzt begreife ich: Eine Seitwärtsbewegung. Kaufen!
- Es hat funktioniert. Verkaufen!
- Juhu, wieder kaufen!
- Welch eine Goldmine!
- Verkaufen.
- Leer verkaufen.
- Welch miserable Gewinne. Noch mehr leer verkaufen.
- Wenn sie etwas fällt und ich ohne Verlust wegkomme, werde ich eindecken.
- Wieviel höher kann sie noch gehen?
- Mehr kann sie nicht mehr steigen.
- Phantastische Ertragslage und erst noch ein steigender Dollar.
- Broker! Kaufen! Eindecken! Hilfe!
Psychologie
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Immer wieder beeinflusst die aktuelle Stimmung das Börsengeschehen
vorübergehend: Ist die aktuelle Stimmung mehrheitlich optimistisch, dann wird
gekauft, und dann steigt automatisch der Kurs (self fulfilling prophecy).
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Angebot und Nachfrage allein bestimmen den Wert eines Handelsobjekts auf
dem Markt. Die Hoffnung auf Differenz zwischen aktuellen und zukünftigen
Preisfestsetzungen bilden Handlungsbasis der Investoren.
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»The trend is your friend« — Kaufen, wenn die Kurse im Keller sind; Kasse
machen, wenn sie oben sind.
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