10. Sparpläne
Bei Sparplänen zahlt man in regelmäßigen Abständen (z.B. monatlich) Geld in einen Fonds ein, welcher zur Vermögensbildung dient. Der Vorteil bei Sparplänen ist, daß die Mindestanlagesummen relativ gering sind. Mit den Einlagen werden dann Fondsanteile gekauft, welche den Vorteil des Cost-Average-Effektes bewirkt. Diese Anteile werden nach fest bestimmten Zeiträumen geordert, welche von dem Volumen der periodischen Einlagen abhängen.
10.1 Cost-Average-Effekt
Der deutsche Begriff für diesen Effekt ist "Durchschnittskosteneffekt". Der Cost-Average-Effekt soll, durch den regelmäßigen Erwerb von Anteilen mit demselben Betrag, die Vorteilhaftigkeit der Kursschwankungen ausnützen. Dies bedeutet also, wenn die Fondsanteile wenig Kosten, viel gekauft und wenn die Fondsanteile teuer sind, wenig gekauft werden soll. Dieses Verhalten wird auch als antizyklisches Verhalten bezeichnet
Je höher also die Volatilität des Fonds ist, desto mehr kommt der Vorteil des Cost- Averaging zu tragen. Jedoch liegt die Gefahr eines ständigen Wachstums auf der Hand, sodaß der Durchschnittskosteneffekt mit der Zeit verloren geht und höhere Ansparsummen benötigt werden.
Im Großen und Ganzen läuft es daraus hinaus, daß der Cost-Average-Effekt auch nichts anderes als die alte Börsenregel ist, welche besagt, daß man billig kaufen und teuer verkaufen soll. Auf den Sparplan bezogen bedeutet dies, das man bei niedrigen Kursen viel kaufen soll, und bei hohen Kursen wenig.
10.2 Entnahmeplan
Der Entnahmeplan ist eigentlich das genau Gegenteil des Fondssparplans, da man hier in gewissen Abständen Beträge ausbezahlt bekommt, die man am Anfang z.B. durch eine Einmalanlage in Fondsanteile eingezahlt hatte. Das Problem hierbei ist nur, daß sich der in 10.1 erwähnte Effekt nun zum negativen hin wendet, da wir ja beim Entnahmeplan bei niedrigen Kursen viel Anteile verkaufen und bei hohen wenig. Deswegen wählt man bei Entnahmeplänen Fonds mit möglichst geringen Schwankungsbreiten, wie z.B. offene Immobilienfonds, DM-Rentenfonds oder Geldmarktfonds.
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