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16: Besteuerung von Investmentfonds

In anderen Abschnitten dieses Leitfadens habe ich versucht zu erklären, daß man mit Aktien-, Renten- und Immobilienfonds Gewinne machen, sprich Geld verdienen kann. Außerdem habe ich erklärt, daß man diese Gewinne manchmal mit hundertprozentiger Sicherheit und manchmal nur mit sehr viel Risiko erreichen kann.

16.1: Kapitalerträge

Ein Beispiel für 100 % sicher verdientes Geld sind die Zinsen für  Bundesschatzbriefe oder andere  Anleihen. Diese Zinsen könnte man quasi als 100 % sicheres Einkommen bezeichnen. Genauso sicher oder vielleicht noch sicherer als das Arbeitsentgelt, für das wir alle Steuern zahlen müssen.

Für Aktienbesitzer gibt es keine Zinsen, sondern eine jährliche Dividende und eine Gutschrift über die bereits bezahlte Körperschaftssteuer. Mit der  Dividende schüttet jede Aktiengesellschaft einmal im Jahr einen Teil ihres Gewinns an die Aktionäre aus. Die Höhe der Dividende hängt vom Unternehmensgewinn des letzten Jahres ab. Wenn das Unternehmen nur ganz wenig Gewinn macht oder sogar rote Zahlen schreibt, kann es vorkommen, daß die Dividendenzahlung ausfällt. Das ist der schlimmste Fall, mit dem der Aktionär in bezug auf die Dividende zu rechnen hat. Da der Aktionär somit keine "Dividendenverluste" erleiden kann, könnte man die Dividendenzahlung entsprechend der bisherigen Terminologie ebenfalls zu den 100 % sicheren Einkünften zählen. Also müßten Dividenden steuermäßig auf eine Stufe mit Zinsen gestellt werden. Und so ist es tatsächlich.

Mit diesen Kapitalerträgen allein könnte man demnach - vorausgesetzt man hätte soviel Kapital - seinen Lebensunterhalt bestreiten. Man stelle sich vor: Da gäbe es jemanden, der hätte soviel Geld, daß er allein von den Zinsen gut leben könnte - und der Kerl müßte keinen einzigen Pfennig Steuern zahlen. Da würde der kleine Mann von der Straße ganz schön schimpfen: "Das ist ungerecht! Dieser Großkopferte benutzt staatliche Einrichtungen genau wie jeder andere und braucht dafür nichts zu zahlen!" Das wäre natürlich in der Tat ungerecht. Folglich kam der Gesetzgeber auf die Idee, Kapitalerträge nach dem Gleichheitsgrundsatz in demselben Maße zu besteuern wie das monatliche Arbeitsentgelt. Folgerichtig gibt es ein Gesetz in unserem Land, das da lautet: "Kapitalerträge sind einkommensteuerpflichtig!"

Und wieder hätte der kleine Mann von der Straße einen Grund zum Schimpfen: "Das Geld auf meinem Sparbuch, das habe ich ja irgendwann einmal verdient und habe dafür schon Steuern zahlen müssen. Und bloß weil ich das Geld nicht raushaue wie der Staat, sondern mir damit meinen Lebensabend sichern will, soll es noch einmal versteuert werden! Eine Sauerei ist das!" Auch dieses Argument kann man verstehen. Man stelle sich z.B. eine ältere Rentnerin vor, die für ihre paar Groschen auf dem Sparbuch lächerliche 1,5 % Zinsen erhält und diese dann auch noch versteuern müßte.

Ein Gesetz, das den kleinen Mann von der Straße zufriedenstellen würde, müßte lauten: "Zinsen von Großkopferten sind steuerpflichtig, Zinsen von kleinen Leuten sind steuerfrei." In diesem Fall würden die Großkopferten wegen des verletzten Gleichheitsgrundsatzes vor das Verfassungsgericht ziehen und wahrscheinlich Recht bekommen.

Was also tun?

16.1.1: Sparerfreibetrag

Das oben geschilderte Dilemma hat der Gesetzgeber mit dem altbewährten Mittel eines Freibetrags gelöst. Es wird einfach willkürlich eine Grenze gezogen, die entscheidend dafür ist, ob Kapitalerträge steuerpflichtig sind oder nicht. Diese Grenze liegt seit 1993 bei 6.100,- DM pro Jahr. Bei zusammenveranlagten Eheleuten verdoppelt sich dieser Freibetrag auf 12.200,- DM pro Jahr. Jedermann darf also 6.100,- DM Zinsen oder Dividenden verdienen und braucht hierfür keinen Pfennig Steuern zu bezahlen. Betragen die Kapitalerträge eines Jahres aber beispielsweise 7.000,- DM, dann bleiben nur die erwähnten 6.100,- DM steuerfrei. Man spricht dann davon, daß in diesem Fall der Sparerfreibetrag ausgeschöpft wurde. Die restlichen 900,- DM werden jedoch zum normalen Arbeitsentgelt hinzuaddiert und mit diesem zusammen dem individuellen Steuersatz unterworfen.

Fazit: Wenn man weniger als 6.100,- DM Erträge aus Kapitalvermögen einnimmt, dann braucht man sich um das Thema Steuern vorerst keine Sorgen zu machen. Aber auch in diesem Fall sollte man unbedingt den Abschnitt »16.4.3: Freistellungsauftrag« lesen. Wenn mehr als 6.100,- DM Kapitalerträge ins Haus stehen, dann hat man ein echtes Problem. Auf jeden Fall sollte man sich für die Erstellung einer persönlichen Anlagestrategie etwas Zeit nehmen und verschiedene Möglichkeiten durchrechnen. Für Kunden mit solchen Steuerproblemen bieten die Fondsgesellschaften u.a. spezielle Produkte an. Mehr dazu im Abschnitt  »4.1.11: Steueroptimierende Fonds«.

16.1.2: Körperschaftssteuer

Unter der Körperschaftssteuer versteht man die Steuer, die ein Unternehmen auf seinen Gewinn zahlen muß. Die Körperschaftssteuer ist für ein Unternehmen das, was die Einkommensteuer für eine Privatperson ist. Ist das Unternehmen eine Aktiengesellschaft, dann bezahlt folglich jeder Aktionär einen Teil dieser Steuer. Dafür bekommt der Aktionär einmal jährlich eine Quittung in Form der Körperschaftssteuergutschrift ausgestellt. Diese Gutschrift wird bei der Steuererklärung auf die persönliche Einkommensteuer angerechnet.

Die Körperschaftssteuergutschrift betrifft nicht nur Direktanleger in Aktien, sondern auch Aktienfondsbesitzer. Deutsche Fondsgesellschaften stellen jedem Anteilsinhaber eine Bescheinigung über die anrechenbare Körperschaftssteuer aus, die man dann nur noch an der entsprechenden Stelle in der Anlage KSO der Steuererklärung eintragen muß.


16.2: Kursgewinne

Nachdem die "mit 100 %iger Sicherheit" erzielbaren Gewinne steuermäßig abgehandelt sind, kommen wir nun zu den Gewinnen, die nur mit einem gewissen Risiko erreichbar sind. Als Beispiel mögen hier die Kursgewinne von Aktien dienen. Um es kurz zu machen: Kursgewinne sind steuerfrei. Ich bin mir nicht sicher, ob da allein die Überlegung dahinter steckt, daß das Finanzamt bei Kursverlusten, also in Zeiten nachlassender Konjunktur und rückläufiger Steuereinnahmen, auch noch die Kursverluste der Aktionäre anrechnen müßte. Das würde nämlich die Steuereinnahmen in diesen Krisenzeiten zusätzlich schmälern.

Meiner Meinung nach spielt in dieser Frage vielmehr der Finanzplatz Deutschland eine Rolle. Soviel mir bekannt ist (ich kann mich da irren), ist die generelle Erhebung einer Steuer auf Kursgewinne international absolut unüblich. Es gibt wohl eine Reihe von Ländern, die Kursgewinne unter bestimmten Bedingungen der Steuer unterwerfen, aber nirgendwo geht die Besteuerung so weit, daß die Schmerzgrenze der Aktionäre überschritten würde, weil alle Länder das gleiche Problem haben. Die Einführung einer generellen Kursgewinnsteuer würde nämlich eine Kapitalflucht aus den jeweiligen Märkten auslösen. Dies hätte zur Folge, daß den einheimischen Unternehmen das Kapital für notwendige Investitionen und die Schaffung neuer Arbeitsplätze fehlen würde. Und da sich keine Regierung der Welt ins eigene Fleisch schneiden will, gibt man sich meist mit einer harmlosen Variante einer Kursgewinnsteuer zufrieden, die den normalen Aktienbesitzer kaum betrifft.

Auch in Deutschland haben wir inzwischen diesen Zustand erreicht. Vorher war es schon fast belustigend zu beobachten, mit welch schöner Regelmäßigkeit die Forderung für eine generelle Besteuerung aller Kursgewinne von bestimmter politischer Seite immer wieder aufs Tapet gebracht wurde, um danach immer wieder sang- und klanglos im Nichts unterzutauchen. Vor ein paar Jahren hat man sich dann zu einem Kompromiß der oben beschriebenen Art zusammengerauft und die Spekulationsfrist eingeführt. Seitdem ist das Thema einer generellen Besteuerung vom Tisch. Heute wird höchstens noch um die Länge dieser Frist gestritten.

Etwas Interessantes gibt es noch zum Thema Kursgewinne zu sagen. Im Abschnitt  »17.2.3: Der Kurswert von Anleihen« wird beschrieben, daß man mit Anleihen neben Zinsgewinnen auch Kursgewinne erzielen kann. Anleihen unterliegen dem Risiko der sich ändernden Zinslandschaft und deswegen ist es völlig in Ordnung, daß Kursgewinne von Anleihen steuerfrei bleiben. Unter der Voraussetzung, daß man diese Papiere bis zum Laufzeitende behält, werden aber aus den risikobehafteten Kursgewinnen plötzlich 100 % sichere Kursgewinne. Wenn man meinen bisherigen Begründungen für bzw. gegen die Erhebung von Steuern auf bestimmte Arten von Wertpapiergewinnen folgt, müßten diese 100 % sicheren Kursgewinne eigentlich steuerpflichtig sein. Das Gegenteil ist aber der Fall. Auch diese 100 % sicheren Kursgewinne sind steuerfrei!

Warum das so ist, kann ich mir nur folgendermaßen erklären (reine Theorie von mir / ohne Gewähr / basiert auf keiner Quelle): Nehmen wir an, 100 % sichere Kursgewinne wären genauso steuerpflichtig wie Zinsen. Wenn ich dann eine Anleihe hätte, deren Laufzeit in naher Zukunft enden würde, dann würde ich doch auf jeden Fall versuchen, sie kurz vor dem Laufzeitende noch an jemanden zu verkaufen. Dieser Handel würde zu einem offiziellen Kurs und nicht zum Nennwert abgewickelt, hätte somit noch einen echten Handelscharakter mit entsprechendem Kursrisiko und schon wäre aus dem 100 % sicheren Kursgewinn ein risikobehafteter und damit steuerfreier Kursgewinn geworden. Wie gesagt... alles reine Spekulation meinerseits.

16.2.1: Spekulationsfrist

Apropos Spekulation. Wie oben schon erwähnt, wurde vor ein paar Jahren in Deutschland eine Spekulationsfrist eingeführt. Die Länge dieser Frist beträgt derzeit 6 Monate. Sie schränkt die im vorherigen Abschnitt gemachte Aussage bezüglich der Besteuerung von Kursgewinnen etwas ein. Eine vollständige Beschreibung des geltenden Gesetzes lautet also: "Kursgewinne sind nach Ablauf von 6 Monaten steuerfrei. Werden sie innerhalb von 6 Monaten erzielt, dann werden sie zu dem normalen Arbeitsentgelt hinzuaddiert und zusammen mit dem Einkommen normal versteuert."

1. Beispiel: Anfang Januar kauft jemand 200 Aktien für 100,- DM pro Stück. Bis zum 20. Juni steigen sie auf 120,- DM pro Stück, so daß sich der Käufer zum Verkauf entschließt. Da die Spekulationsfrist noch nicht verstrichen ist, muß der Spekulationsgewinn von 200 × (120,- DM - 100,- DM) = 4.000,- DM am Jahresende versteuert werden. Hätte der Käufer den Verkauf noch um 14 Tage hinausgeschoben, dann wären keinerlei Steuern fällig gewesen.

Wie sieht es bei Kursverlusten aus? In der Praxis kann es unter bestimmten Umständen (Verlustbegrenzung) vorkommen, daß man sich relativ schnell wieder von einem Aktienpaket trennen möchte. Geschieht das innerhalb der Spekulationsfrist, dann darf der Steuerzahler den Spekulationsverlust eines Jahres mit dem Spekulationsgewinn desselben Jahres verrechnen.

2. Beispiel: Derselbe Käufer wie oben kauft Anfang November 150 Aktien für 100,- DM pro Stück. Nach zwei Wochen kommen irgendwelche negative Gerüchte auf und der Kurs der Aktie sinkt auf 85,- DM. Der Käufer wird nervös und entschließt sich zum Verkauf. Bei diesem Geschäft macht er also 150 × (85,- DM - 100,- DM) = -2.250,- DM Verlust. Diesen Spekulationsverlust darf er jetzt mit dem Spekulationsgewinn vom Juni verrechnen. Das bedeutet, daß nun nur noch 4.000,- DM - 2.250,- DM = 1.750,- DM an resultierendem Spekulationsgewinn in der Steuererklärung angeben muß.

Übrigens: auch hier gibt es einen Freibetrag in Höhe von 1.000,- DM. Das Gesetz besagt: "Übersteigen Kursgewinne innerhalb der Spekulationsfrist nicht die Grenze von 1.000,- DM, so bleiben sie steuerfrei." Das bedeutet: Hätte unser Aktionär nur 3.200,- DM Spekulationsgewinne gemacht und wären die Spekulationsverluste mit 2.250,- DM gleichhoch geblieben, dann wäre der resultierende Spekulationsgewinn von 950,- DM steuerfrei geblieben.

ACHTUNG: Der Spekulationsfreibetrag wird anders gehandhabt als der Sparerfreibetrag. Während beim Sparerfreibetrag die ersten 6.100,- DM an Zinsen oder Dividenden für jedermann steuerfrei bleiben, wird der Spekulationsfreibetrag nicht auf höhere Spekulationsgewinne angerechnet. Unser Aktionär aus dem 2. Beispiel muß also die vollen 1.750,- DM versteuern und nicht nur 750,- DM.


16.3: Überleitung zu Fonds

Bisher haben wir nur die Besteuerung von Anleihen und Aktien betrachtet. Noch einmal zusammengefaßt gilt für diese:
Was bedeutet das für Fonds? Für Fonds gilt im Prinzip das gleiche wie für Aktien oder Anleihen: Zinsen und Dividenden sind zu versteuern, während Kursgewinne steuerfrei bleiben. Und auch die Spekulationsfrist wird genauso gehandhabt wie bei der Direktanlage, d.h. ein Anleger, der Fondsanteile erwirbt und sie innerhalb von 6 Monaten wieder verkauft, muß den eventuellen Kursgewinn versteuern.

Für eine deutsche Fondsgesellschaft gibt es allerdings - wie in den meisten anderen Ländern - keine Spekulationsfrist. Wenn sich ein Fondsmanager innerhalb von 6 Monaten zum Wiederverkauf entschließt, muß die Fondsgesellschaft eventuelle Kursgewinne nicht versteuern. Daraus ergibt sich ein weiterer Vorteil der Fondsanlage gegenüber einer Direktanlage in Aktien bzw. Anleihen.

Der Anteilsinhaber eines Fonds muß also die zugeflossenen Zinsen und Dividenden versteuern. Das hört sich einfacher an als es ist, denn der Haken bei Fonds ist folgender: Während man bei Aktien und Anleihen zwischen Kursgewinnen einerseits und Zinsen bzw. Dividenden andererseits eine messerscharfe Grenze ziehen kann, ist diese Grenze bei Fonds bis zur Unkenntlichkeit verwischt. Bei Fonds gibt es nur eine einzige Kenngröße, die anzeigt, daß dem Fonds Erträge irgendwelcher Art zugeflossen sind: der Rücknahmepreis.

Wenn einem Rentenfonds Zinsen zufließen, erhöht sich das Fondsvermögen und damit der Rücknahmepreis. Dasselbe gilt für einen Aktienfonds, dem Dividenden zufließen. Und wenn der Fondsmanager eines Aktien- oder Rentenfonds ein Aktien- oder ein Anleihenpaket zu einem höheren Kurs verkauft als er es ursprünglich eingekauft hat, dann realisiert er damit einen Kursgewinn, der ebenfalls das Fondsvermögen und damit den Rücknahmepreis erhöht. Aber nicht nur realisierte Kursgewinne erhöhen den Rücknahmepreis. Es genügt schon, wenn der Kurswert einer Aktie oder einer Anleihe im Fondsportfolio steigt, um den Wert des Fondsvermögens und somit den Rücknahmepreis zu erhöhen.

Dem Fonds können also sowohl steuerpflichtige als auch steuerfreie Erträge zufließen und beide Ertragsarten wirken sich in derselben Art und Weise aus, nämlich in einer Erhöhung des Rücknahmepreises. Der steuerpflichtige Anteil der Erträge wird erst durch den sogenannten "Zwischengewinn" transparent gemacht. Der Zwischengewinn wurde zwar ursprünglich eingeführt, um Fonds gerechter besteuern zu können, aber diese Besteuerung setzt nun mal die Bekanntgabe der steuerpflichtigen Erträge voraus. Ausführliche Informationen zum Zwischengewinn enthält der Abschnitt »16.4.4: Zwischengewinn«.

Bei typischen Rentenfonds bestehen die Erträge fast ausschließlich aus Zinsen, während die Kursgewinne eher in bescheidenem Rahmen bleiben. Deshalb werden Rentenfonds auch sehr hoch besteuert. Bei einem typischen Rentenfonds muß man damit rechnen, daß mehr als 90 % der Erträge steuerpflichtig sind!

Ganz anders sieht es bei Aktienfonds aus. Der Fondsmanager ist nicht in erster Linie auf die Dividendenzahlungen aus, sondern versucht, Aktien mit viel Kurspotential nach oben zu einem möglichst günstigen Kurs zu erwerben, um sie später mit Gewinn wieder verkaufen zu können. Deshalb setzen sich die Erträge eines Aktienfonds in erster Linie aus Kursgewinnen zusammen, während die Dividenden nur einen ganz kleinen Teil der Erträge ausmachen. Bei einem typischen Aktienfonds kann man davon ausgehen, daß weniger als 5 % der Erträge steuerpflichtig sind!

Die Steuerpflicht erstreckt sich auf alle Fonds gleichermaßen - egal, ob es sich dabei um Fonds von in- oder ausländischen Fondsgesellschaften handelt, um ausschüttende oder thesaurierende Fonds oder ob man seine Fonds im In- oder im Ausland verwahren läßt. Dabei gibt es keine Vor- und Nachteile. Alle Fonds werden im Endeffekt gleichhoch und nach dem gleichen Prinzip besteuert. Lediglich die Wege zur endgültigen Besteuerung können voneinander abweichen.

Für die jährliche Steuererklärung benötigt man selbstverständlich eine Steuerbescheinigung, die das depotführende Institut ausstellt. Wenn man seine Fonds von einem deutschen Kreditinstitut verwahren läßt, dann bekommt man eine saubere, einheitlich gestaltete Steuerbescheinigung auf einem einzigen Blatt Papier ausgehändigt, die gegebenenfalls auch Fonds ausländischer Fondsgesellschaften berücksichtigt. Hat man seine Fonds dagegen direkt bei verschiedenen in- und ausländischen Fondsgesellschaften deponiert, dann bekommt man von jeder Fondsgesellschaft eine Steuerbescheinigung zugeschickt und alle sind unterschiedlich gestaltet. Wie das aussehen kann zeigt die Detail-Seite  »Steuerbescheinigungen verschiedener Fondsgesellschaften«.

16.3.1: Besteuerung im Ausland

Bei international anlegenden Fonds können die vereinnahmten Dividenden und Zinsen zum Teil aus ausländischen Wertpapieren stammen. Dividenden und Zinsen sind in der Regel auch in anderen Staaten steuerpflichtig und manche Staaten machen bei der Steuerpflicht keinen Unterschied, ob der Anleger nun In- oder Ausländer ist. Damit die fälligen Steuern auch tatsächlich bezahlt werden, gehen diese Staaten den gleichen Weg wie Deutschland mit der Zinsabschlagsteuer und schöpfen einen Teil der Erträge ab, bevor sie beim Anleger eintreffen. Diese Art der Besteuerung nennt man allgemein Quellensteuer.

Wenn jetzt die im Ausland erzielten Erträge im Zuge der deutschen Steuererklärung noch einmal besteuert würden, hätte man für diese Erträge zweimal Steuern bezahlt - zuerst im Ausland und dann nochmal in Deutschland. Um das zu verhindern, hat Deutschland mit vielen Staaten ein sogenanntes "Doppelbesteuerungs-Abkommen" (DBA) getroffen. Damit wird unterbunden, daß Bürger, die im jeweils anderen Staat Einkünfte erzielt und dafür schon vor Ort Steuern gezahlt haben, im Heimatland für dieselben Einkünfte nochmal zur Kasse gebeten werden. Um nachweisen zu können, daß man im Ausland schon Steuern gezahlt hat, stellen die Fondsgesellschaften Bescheinigungen über die anrechenbare ausländische Quellensteuer aus. Diese Quellensteuer wird nun bei der deutschen Steuererklärung auf die Einkommensteuer angerechnet, d.h. es wird so getan, als hätte man bereits eine Abschlagszahlung an das deutsche Finanzamt geleistet.

Die Ausführungen in diesem Abschnitt betreffen wohlgemerkt nicht nur Fonds ausländischer Fondsgesellschaften. Auch als Anteilsinhaber eines international anlegenden Fonds einer deutschen Fondsgesellschaft kann man schnell in die Lage kommen, daß man irgendwo im Ausland Steuern bezahlt hat ohne es zu merken. Darüber wird man erst in der am Jahresende fälligen Steuerbescheinigung aufgeklärt.

16.3.2: Besteuerung von ausländischen Fonds

Fonds von ausländischen Fondsgesellschaften, die in Deutschland zum Vertrieb zugelassen sind, unterliegen dem Auslandinvestmentgesetz (AuslInvestmG). Dieses stellt u.a. sicher, daß in- und ausländische Fonds vom deutschen Fiskus weitestgehend gleichbehandelt werden. Der größte Unterschied besteht darin, daß die Fonds selbst einer ausländischen Quellensteuer unterliegen können, denn sie zählen im Prinzip ja auch zu den im vorhergehenden Abschnitt erwähnten Wertpapieren. Es spielt für die Besteuerung im Ausland also keine Rolle, ob eine Aktie Dividenden abwirft oder ein Fonds Erträge erwirtschaftet. In beiden Fällen will der ausländische Fiskus beteiligt werden - sofern das betreffende Land eine Quellensteuer erhebt.

Das ist z.B. in den USA der Fall. Dort erhebt der amerikanische Fiskus eine Quellensteuer in Höhe von 15 % auf die steuerpflichtigen Erträge, die ein Fonds erwirtschaftet hat. Die amerikanischen Fondsgesellschaften stellen jedem Anteilsinhaber eine Bescheinigung über die abgeführte Quellensteuer aus und da zwischen den USA und Deutschland ein DBA besteht, kann sich der deutsche Anleger die bezahlte Quellensteuer bei der Einkommensteuer anrechnen lassen.

Anders schaut es in Luxemburg aus. Ausländische Fondsgesellschaften zahlen in Luxemburg so gut wie keine Steuern. Das ist auch der Grund, warum viele Fondsgesellschaften ihre Tochterunternehmen gerade in Luxemburg gründen. Und ausländische Anteilsinhaber eines Luxemburger Fonds zahlen in Luxemburg überhaupt keine Steuern, d.h. von den Fondserträgen wird weder Quellensteuer noch sonst irgendwas abgezogen. Das heißt natürlich nicht, daß die Erträge dieser Fonds in Deutschland nicht steuerpflichtig sind.

An dieser Stelle könnte jetzt die Frage kommen: "Und wie sieht es bei ausländischen Fonds mit Zinsabschlagsteuer, Freistellungsauftrag, etc. aus?" Nun - das hat mit der Frage eines in- oder ausländischen Fonds überhaupt nichts zu tun, sondern einzig und allein mit dem Verwahrungsort (siehe Abschnitte »16.4: Besteuerung von Fonds in deutschen Depots« und »16.5: Besteuerung von Fonds in ausländischen Depots«).


16.4: Besteuerung von Fonds in deutschen Depots

Die in diesem Abschnitt beschriebenen Regelungen gelten für in- und ausländische Fonds, die im Depot eines deutschen Kreditinstituts liegen. Sie gelten auch für Fonds, die direkt von einer deutschen Fondsgesellschaft verwahrt werden. Sie gelten aber nicht, wenn die deutsche Fondsgesellschaft im Ausland eine Tochtergesellschaft gegründet hat und die Fondsanteile direkt bei der Tochter deponiert sind.
Fonds können in Deutschland bei verschiedenen Gelegenheiten besteuert werden:
Bei den ersten drei Gelegenheiten können die bis dahin erzielten steuerpflichtigen Erträge der Zinsabschlagsteuer (ZASt) unterworfen werden, sofern man keinen Freistellungsauftrag erteilt hat.

16.4.1: Zinsabschlagsteuer (ZASt) und Kapitalertragsteuer (KapSt)

Die Kapitalertragsteuer ist diejenige Steuer, die auf Kapitalerträge erhoben wird. Die in Abschnitt »16.1: Kapitalerträge« gemachte Aussage "Kapitalerträge sind einkommensteuerpflichtig" müßte eigentlich korrekt lauten: "Kapitalerträge sind kapitalertragsteuerpflichtig". Im Prinzip läuft es aber auf dasselbe hinaus, da der Steuersatz für beide Steuern z.Zt. identisch ist. Aber vielleicht ändert sich das ja irgendwann einmal und Kapitalerträge werden anders besteuert als das normale Arbeitseinkommen.

Die Zinsabschlagsteuer ist nichts anderes als eine Vorauszahlung auf die Kapitalertragsteuer. Sie wurde 1993 eingeführt, weil vorher allzu viele Bürger bei der jährlichen Steuererklärung "vergaßen", ihre Zinseinkünfte in voller Höhe anzugeben. Zu oft hatte man dem Finanzamt nur ein paar Peanuts unterhalb des Sparerfreibetrages zum Fraß vorgeworfen.

Also kam der Gesetzgeber auf die geniale Idee, die Steuern für Kapitalerträge schon abzuschöpfen, bevor sie beim Empfänger eintreffen. Deswegen wurden alle deutschen Banken, Fondsgesellschaften, etc. verpflichtet, bei auszuzahlenden Zinsen oder Dividenden 30 % davon einzubehalten und quasi als Steuer-Vorauszahlung direkt an das Finanzamt abzuführen. Liegt der Bank bzw. der deutschen Fondsgesellschaft jedoch ein Freistellungsauftrag vor, dessen Höhe mindestens die auszuzahlenden Erträge abdeckt, dann darf die Bank keine Zinsabschläge direkt an das Finanzamt weiterleiten.

Die Zinsabschlagsteuer in Höhe von 30 % ist also nur eine Abschlagszahlung auf die tatsächliche Steuer, die erst im Steuerbescheid festgesetzt wird. Maßgebend für die Besteuerung der Kapitalerträge bleibt letztendlich einzig und allein der persönliche Steuersatz der Einkommensteuer, den man anhand der Angaben im Steuerbescheid selbst berechnen kann:

Persönlicher Steuersatz   =     "festzusetzende Einkommensteuer"    
"zu versteuern nach der Grundtabelle"
× 100 %

Liegt dieser Steuersatz unter 30 %, dann hat das Finanzamt mit dem Zinsabschlag zuviel einbehalten und muß die zuviel abgeführten Steuern wieder zurückerstatten. Liegt der persönliche Steuersatz über 30 %, dann wurde beim Zinsabschlag zuwenig einbehalten und das Finanzamt kann die Differenz bis zur tatsächlichen Höhe der abzuführenden Steuern nachfordern.

Daraus folgt: Jemand, dessen Sparerfreibetrag ausgeschöpft ist und dessen persönlicher Einkommensteuersatz unter 30 % liegt, hat ein ureigenes Interesse daran, dem Finanzamt alle Bescheinigungen über abgeführte Zinsabschlagsteuern vorzulegen, damit er möglichst viel von den zuviel bezahlten Steuern zurückerhält.

Demgegenüber hat derjenige mit einem Steuersatz von über 30 % naturgemäß kein so großes Interesse dem Finanzamt zu zeigen, wo er überall 30% Zinsabschlagsteuer bezahlt hat. Er wird vielleicht eher den Mund halten und die bereits bezahlten 30 % einfach abschreiben. Aber auf diese Art und Weise kommt das Finanzamt wenigstens an einen Großteil der fälligen Steuern, während es vor Einführung der ZASt oft in die Röhre schauen mußte und gar nichts abbekam.

Die ZASt betrifft nicht nur die Spargroschen, sondern natürlich auch die Fonds. Enthalten die Fondserträge kapitalertragsteuerpflichtige Erträge, dann unterliegen diese der Zinsabschlagsteuer - immer vorausgesetzt, dem deutschen Kreditinstitut oder der deutschen Fondsgesellschaft liegt kein Freistellungsauftrag vor.

16.4.2: Solidaritätszuschlag (SolZ)

Seit 1995 wird ein Solidaritätszuschlag (oder kurz: Soli) als Sonderzahlung für den Aufbau der neuen Bundesländer erhoben. Die Höhe wurde Anfang 1998 von 7,5 % der Kapitalertragsteuer auf 5,5 % zurückgenommen. Soweit die Erträge aus Fondsanteilen kapitalertragsteuerpflichtig sind, ist auch die einbehaltene Zinsabschlagsteuer Bemessungsgrundlage für den Soli. Der Gesamtabzug beträgt also 30 % + 5,5 % von 30 % = 31,65 %.

Ebenso wie bei der ZASt gilt auch beim Soli, daß nichts einbehalten wird, wenn man bei der Bank oder Fondsgesellschaft einen ausreichend hohen Freistellungsauftrag abgegeben hat.

Der Solidaritätszuschlag wird in den Steuerbescheinigungen der deutschen Banken oder Fondsgesellschaften gesondert ausgewiesen. Auch der einbehaltene Soli hat vorläufigen Charakter. Stellt sich bei der Steuererklärung heraus, daß zuviel ZASt und SolZ einbehalten wurde, bekommt man beides wieder zurückerstattet.

16.4.3: Freistellungsauftrag

Wenn man die sofortige Steuer-Abschlagszahlung an das Finanzamt vermeiden will, muß man der Bank oder der deutschen Fondsgesellschaft, bei der die Fondsanteile verwahrt werden, einen sogenannten "Freistellungsauftrag" erteilen. Dieser Auftrag besagt, daß die Bank soviel von den steuerpflichtigen Erträgen ohne Abzug von Zinsabschlag und Soli an den Anleger auszahlen soll, wie im Auftrag angegeben wurde. Erhält der Kontoinhaber darüber hinaus Kapitalerträge, gilt der Freistellungsauftrag als ausgeschöpft und kann den Zinsabschlag nicht mehr verhindern.

Wenn man bei mehreren Banken Kapitalerträge erwartet, darf man bei jeder Bank einen Freistellungsauftrag abgeben. Die Summe aller erteilten Freistellungsaufträge darf aber den Sparerfreibetrag von 6.100,- DM bzw. 12.200,- DM nicht überschreiten!

Dieses Verfahren scheint auf den ersten Blick etwas umständlich zu sein, wird aber durchschaubarer, wenn man die Gründe dafür kennt. Im Prinzip geht es darum, die gesetzlichen Vorgaben (30 % ZASt und 5,5 % Soli) einzuhalten, ohne daß das Finanzamt die genaue Höhe der Kapitalerträge erfährt. Schließlich haben wir in Deutschland noch so eine Art Bankgeheimnis und das Finanzamt darf erst bei einem begründeten Verdacht einer Straftat die Konten eines Verdächtigen genauer unter die Lupe nehmen. Bis dahin muß das Finanzamt alle gemachten Angaben einfach glauben.

Nehmen wir einmal an, Herr X erwartet im Laufe eines Jahres Zinszahlungen in Höhe von insgesamt 20.000,- DM. Dann wären 6.100,- DM steuerfrei und die restlichen 13.900,- DM müßten versteuert werden. Das will Herr X aber auf jeden Fall vermeiden. Deshalb verteilt er die Wertpapiere, von denen die Zinsen herrühren, gleichmäßig auf die Banken A, B, C und D und erteilt allen vier Banken einen Freistellungsauftrag in Höhe von 6.100,- DM. Das funktioniert am Anfang sehr gut. Jede Bank kennt nur den bei ihr abgegebenen Freistellungsauftrag und kann von der Existenz der anderen Aufträge nichts ahnen. Deshalb hat auch keine Bank einen Grund, von den Zinsen eine Abschlagsteuer an das Finanzamt abzuführen. Herr X erhält also die vollen 20.000,- DM Zinsen ausbezahlt, ohne daß ein Pfennig ZASt oder SolZ abgezogen worden wäre. Das freut Herrn X - aber nur bis zum Anfang des neuen Jahres. Denn dann dürfte er einen Brief vom Finanzamt erhalten, das Aufklärung darüber wünscht, warum Herr X bei vier verschiedenen Banken Freistellungsaufträge in Höhe von insgesamt 24.400,- DM abgegeben hat.

Hintergrund der Geschichte: Die Banken teilen den Finanzbehörden am Jahresende zwar nicht mit, wieviel Zinsen Herr X im Laufe des Jahres erhalten hat (Bankgeheimnis!), aber sie müssen alle Freistellungsaufträge melden, die im abgelaufenen Jahr gültig waren. Das kann, muß aber nicht auf dasselbe hinauslaufen. Schließlich gibt es Abertausende von Steuerzahlern, die ihrer Bank sicherheitshalber einen Freistellungsauftrag in der vollen Höhe von 6.100,- DM erteilen, auch wenn sie nur einige hundert DM an Zinsen erwarten. Die Freistellungsaufträge der Anleger werden vom Bundesamt für Finanzen zentral gesammelt und überprüft. Und bei Überschreitungen schickt dieses Amt schließlich eine Kontrollmitteilung an das zuständige Finanzamt. Unser Herr X wird da mit Sicherheit dabei sein, denn wenn jemand Freistellungsaufträge über insgesamt 24.400,- DM abgegeben hat, dann riecht das förmlich nach Steuerhinterziehung.

Wenn man einmal vergessen haben sollte, einen Freistellungsauftrag zu erteilen, dann ist das zwar ärgerlich, aber nicht sehr tragisch. Ärgerlich deshalb, weil man von jeder Zinszahlung ZASt und SolZ abgezogen bekommt und nicht tragisch deshalb, weil die zuviel gezahlte ZASt und der SolZ mit der nächsten Steuererklärung wieder erstattet werden - vorausgesetzt, man hat die Bescheinigungen über die einbehaltene ZASt- und den SolZ-Abzug eingereicht.

16.4.4: Zwischengewinn

Nach der Zinsabschlagsteuer wurde 1994 der sogenannte "Zwischengewinn" eingeführt. Darunter versteht man diejenigen Zinserträge, die einem Fonds seit der letzten Ausschüttung bzw. Thesaurierung zugeflossen sind. Der Zwischengewinn ist ein Teil des Rücknahmepreises und umfaßt nur Zinszuflüsse, jedoch keine Dividendenerträge. Mit der Einführung des Zwischengewinns wurde eine bis dahin bestehende Lücke im Steuergesetz geschlossen. Vor 1994 galt nämlich, daß Zinserträge erst dann steuerpflichtig werden, wenn sie dem Anleger auch tatsächlich zufließen. Das war z.B. bei ausschüttenden Fonds nur am Tag der Ausschüttung der Fall. Ganz clevere Anleger nutzten das aus und verkauften die Anteile ihrer Renten- und Geldmarktfonds kurz vor der Ausschüttung, um unmittelbar nach der erfolgten Ausschüttung wieder in den Fonds einzusteigen. Mit diesem Trick kassierten sie ihre Zinsen steuerfrei. Die bis zum Verkaufszeitpunkt im Fondsvermögen angesammelten Zinserträge erhöhten lediglich den Anteilspreis, was vom alten Steuergesetz noch mit "Kursgewinn" gleichgesetzt wurde - und Kursgewinne waren damals schon steuerfrei.

Seit 1994 funktioniert dieser Trick nicht mehr. Wenn man heute Fondsanteile verkauft, dann werden genau diejenigen Zinserträge versteuert (sprich: zunächst der Zinsabschlagsteuer unterworfen), die während der Dauer des Fondsbesitzes zugeflossen sind. Voraussetzung hierfür ist natürlich, daß man die zum Kauf- und Verkaufsdatum gültigen Zwischengewinne kennt. Deswegen wurden inzwischen alle in- und ausländischen Fondsgesellschaften, die ihre Fonds in Deutschland vertreiben wollen, gesetzlich dazu verpflichtet die aktuellen Zwischengewinne ihrer Fonds täglich neu zu berechnen und zu veröffentlichen.

Fonds werden aber nicht nur zum Zeitpunkt des Verkaufs besteuert. Selbst wenn man Fondsanteile jahrelang behält, erfolgt mindestens einmal jährlich der Zinsabschlag. Diese Besteuerung geschieht am Ende des Geschäftsjahres. Nach der Besteuerung werden die Fondserträge je nach Fondstyp entweder ausgeschüttet oder nicht. Danach wird der Zwischengewinn wieder auf Null gesetzt, um sich anschließend stückchenweise um die Beträge der zufließenden Zinsen zu erhöhen.

Ein weiterer Aspekt, den es bei Zwischengewinnen zu beachten gibt, sind die "eingekauften" (gezahlten) Zwischengewinne. Man stelle sich den Fall vor, daß ein Anleger die Fondsanteile unmittelbar vor Geschäftsjahresende kauft. Im Kaufpreis stecken dann ja unter anderem diejenigen Zinserträge drin, die dem Fonds im Verlauf des bisherigen Geschäftsjahres schon zugeflossen sind. Damit der Fondskäufer nicht ein paar Tage später die insgesamt während des ganzen Geschäftsjahres zugeflossenen Erträge versteuern muß, sondern nur die Erträge, die während der kurzen Zeit seiner Investition zugeflossen sind, wird der mit dem Kauf gezahlte Zwischengewinn von den ZASt-pflichtigen Erträgen am Ende des Geschäftsjahres abgezogen. Man kann also gezahlte Zwischengewinne (negative Erträge) und ZASt-pflichtige Erträge gegeneinander aufrechnen. Somit entspricht der Zwischengewinn quasi dem  Stückzins bei Anleihen. Bei den deutschen Fondsgesellschaften geschieht diese Aufrechnung im sogenannten "Stückzinstopf".

Das Ausrechnen der zu versteuernden Erträge kann sich recht kompliziert gestalten  - vor allem wenn man noch andere Randbedingungen (Spekulationsfrist, Freistellungsauftrag) mit einbezieht. Wer sich trotzdem für ein paar Beispiele interessiert, kann einen Blick auf die Detail-Seite  »Zwischengewinn-Besteuerung« werfen.

16.4.5: Stückzinstopf

Über den Stückzinstopf werden gezahlte Zwischengewinne und ZASt-pflichtige Erträge gegeneinander aufgerechnet. Dazu wird der am Kauftag gültige Zwischengewinn mit positivem Vorzeichen im Stückzinstopf als Zwischengewinnguthaben vermerkt. Am Ende des Geschäftsjahres werden die ZASt-pflichtigen Erträge mit negativem Vorzeichen im Stückzinstopf vermerkt. Das gleiche geschieht beim Verkauf von Fondsanteilen. Droht die Summe im Stückzinstopf negativ zu werden, dann wird zunächst der bestehende Freistellungsauftrag hinzuaddiert. Sollte die Summe immer noch negativ sein, dann wird der negative Betrag versteuert, sprich dem Zinsabschlag unterworfen und anschließend auf Null gesetzt. Die Summe im Stückzinstopf darf nie negativ werden. Der Stückzinstopf wird kalenderjahrbezogen geführt, d.h. am Ende des Kalenderjahres wird er einfach auf Null gesetzt. Beispiel:
Angenommenes Szenario:
DatumVorgangAnteileAnteils-
preis
Zwischen-
gewinn
Gezahlter
Zwischen-
gewinn (+) bzw.
ZASt-pflichtige
Erträge (-)
Stück-
zinstopf
Zu
versteuernde
Erträge
neuges.
31.03.96Kauf+100,0100,0209,-9,-+900,-+900,----
30.06.96Ende des
Geschäftsjahres
---100,0212,-12,--1.200,-0,-300,-
30.06.96Wiederanlage+5,5¹105,5200,-0,----0,----
31.08.96Verkauf-50,055,5202,-2,--100,-0,-100,-
31.10.96Zukauf+100,0155,5204,-4,-+400,-+400,----
31.12.96Jahresultimo---155,5206,-6,----0,-²---
28.02.97Verkauf-50,0105,5208,-8,--400,-0,-400,-³
¹) Hier liegt folgende Rechnung zugrunde: Die Ausschüttung betrug 1.200,- DM. Da der Stückzinstopf ein Guthaben von 900,- DM aufwies, mußten nur 300,- DM versteuert werden. Ohne Freistellungsauftrag gingen 94,95 DM ZASt + SolZ direkt ans Finanzamt. Also blieben 1.105,05 DM übrig, die wieder angelegt werden konnten. Dafür bekommt man ca. 5,5 neue Anteile.
²) Am Jahresende wird der Stückzinstopf auf Null gesetzt.
³) Die ZASt-pflichtigen Erträge konnten nicht mit dem Zwischengewinnguthaben vom 31.10. verrechnet werden, weil der Stückzinstopf am Jahresende geleert wurde.

16.4.6: Besteuerung von ausschüttenden Fonds in deutschen Depots

Die Besteuerung eines ausschüttenden deutschen Fonds läßt sich am besten anhand eines konkreten Beispiels zeigen. Dem folgenden Beispiel liegt der Aktienfonds DWS Investa zugrunde. Hierbei handelt es sich um einen ausschüttenden Fonds, der zweimal besteuert wird, nämlich zum einen bei der jährlichen Ausschüttung (ZASt) und am Jahresende (Steuererklärung):
Angenommenes Szenario:
Ausschüttung vom 17.11.:
je AnteilGesamtWieder-
anlage
Bestand an Fondsanteilen vor der Ausschüttung 100,0000 
Ausschüttung je Anteil2,50 DM 250,00 DM
Kapitalertragsteuerpflichtiger Ertrag0,01 DM1,00 DM 
   - davon mit Zwischengewinnguthaben verrechnet -0,00 DM 
   - davon mit Freistellungsauftrag verrechnet -0,00 DM 
Kapitalertragsteuerpflichtige Erträge 1,00 DM 
Abgeführte ZASt und SolZ  -0,32 DM
Wiederanlagebetrag  249,68 DM

Am Ende des Jahres bekommt man die jährliche Steuerbescheinigung (siehe Detail-Seite  »Steuerbescheinigungen verschiedener Fondsgesellschaften«), die neben anderen Daten noch einmal alle steuerrelevanten Daten der obigen Ausschüttung enthält. Nur die Daten der Steuerbescheinigung sind in die Steuererklärung einzutragen.

16.4.7: Besteuerung von thesaurierenden Fonds in deutschen Depots

Bei diesen Fonds muß man zwischen in- und ausländischen Fondsgesellschaften unterscheiden. Gemeinsam ist nur folgendes: Im Gegensatz zu den ausschüttenden Fonds gibt es bei thesaurierenden Fonds weder Ausschüttung noch Wiederanlage. Die Erträge verbleiben von vornherein im Fondsvermögen und erreichen den Anleger praktisch nicht.

Die deutschen Fondsgesellschaften geben die steuerpflichtigen thesaurierten (= "ausschüttungsgleichen") Erträge ihrer Fonds am Ende des Geschäftsjahres bekannt. Zu diesem Zeitpunkt wird auch die ZASt-Besteuerung durchgeführt, falls der Fondsgesellschaft kein Freistellungsauftrag des Anteilseigners vorliegt. Die deutschen Fondsgesellschaften wurden vom Gesetzgeber verpflichtet, die fällige Zinsabschlagsteuer aus dem Fondsvermögen zu entnehmen und direkt an den Fiskus abzuführen.

Bei ausländischen Fondsgesellschaften befindet sich das Fondsvermögen jedoch im Ausland - auch wenn die Fondsanteile in Deutschland verwahrt werden. Hier wird von den thesaurierten Erträgen kein Zinsabschlag erhoben, da der Gesetzgeber niemanden zum Steuerabzug verpflichten kann. Den Anteilseigner nicht, weil bei ihm kein Zufluß stattfindet und die Fondsgesellschaft mit Sitz im Ausland sowieso nicht, weil der Arm des deutschen Gesetzes nicht bis ins Ausland reicht. Der Anteilseigner leitet also die Besteuerung erst am Jahresende mit der Abgabe der Steuererklärung ein, wobei er sich auf die Steuerbescheinigung des depotführenden Kreditinstituts stützt. Dort werden die steuerpflichtigen thesaurierten (= "ausschüttungsgleichen") Erträge des ausländischen Fonds aufgeführt.

Der wesentliche Unterschied zwischen in- und ausländischen thesaurierenden Fonds macht sich aber erst beim Verkauf von ausländischen Fondsanteilen über ein deutsches Kreditinstitut bemerkbar. Jetzt fließen dem Anleger die thesaurierten Erträge erst zu, die sich während der gesamten Haltezeit möglicherweise zu einem hübschen Sümmchen angesammelt haben können. Die Differenz zwischen den Rücknahmepreisen am Tag des Verkaufs bzw. Kaufs bildet nun die Bemessungsgrundlage für den Zinsabschlag - auch wenn die Erträge bereits jährlich versteuert wurden! Es kommt also zu einer Überbesteuerung, die der Anleger jedoch im Rahmen der Steuererklärung für das Jahr des Verkaufs korrigieren kann. Insofern hat man lediglich einen zeitlich begrenzten Liquiditäts-Nachteil.

Beispiel für die Besteuerung eines thesaurierenden ausländischen Fonds:

DatumVorgangBetrag
02.01.95Kauf (100 Anteile à 100,- DM)
31.12.95Steuerbescheid '95 (thesaurierter Ertrag: 5,- DM)
 Zu versteuernde thesaurierte Erträge: 100 × 5,- DM =500,- DM
31.12.95Steuererklärung '95
 Zu versteuernde ausländische Kapitalerträge:500,- DM
31.12.96Steuerbescheid '96 (thesaurierter Ertrag: 6,- DM)
 Zu versteuernde thesaurierte Erträge: 100 × 6,- DM =600,- DM
31.12.96Steuererklärung '96
 Zu versteuernde ausländische Kapitalerträge:600,- DM
15.03.97Verkauf (100 Anteile à 115,- DM)
 ZASt-pflichtige Erträge: 100 × (115,- DM - 100,- DM) =1.500,- DM
 Einbehaltene ZASt (ohne SolZ): 30% × 1.500,- DM =450,- DM
31.12.97Steuererklärung '97
 Zu versteuernde ausländische Kapitalerträge: 
 1.500,- DM - (500,- DM + 600,- DM) =400,- DM
 Anzurechnende ZASt:450,- DM

Jetzt könnte die Frage auftauchen, weshalb man nur bei thesaurierenden Fonds zwischen in- und ausländischen Fonds unterscheiden muß und nicht auch bei den ausschüttenden Fonds. Die Antwort ist ganz einfach: "Weil ausschüttende Fonds (in- und ausländische), die in deutschen Depots verwahrt werden, jährlich vom Zinsabschlag heimgesucht werden." Die Erträge ausschüttender ausländischer Fonds sind ZASt-pflichtig, weil die Erträge im steuerlichen Sinn als zugeflossen gelten. Auch wenn die ausländische Fondsgesellschaft die ausgeschütteten Erträge sofort wiederanlegt, wird so getan, als seien diese Erträge für ganz kurze Zeit auf dem deutschen Konto des Anlegers gewesen (auch wenn sie es in der Praxis nicht waren). Und das ist der Zeitpunkt, wo der Gesetzgeber zuschlägt und das deutsche Kreditinstitut verpflichtet, die fällige ZASt an den Fiskus abzuführen.


16.5: Besteuerung von Fonds in ausländischen Depots

Die in diesem Abschnitt beschriebenen Regelungen gelten nur für Fondsanteile, die man direkt bei einer ausländischen Fondsgesellschaft (oder einer ausländischen Bank) verwahren läßt.

Der große Unterschied zwischen einem in- und einem ausländischen Depot liegt im Zeitpunkt der Besteuerung. Fonds in deutschen Depots können am Ende des Geschäftsjahres oder auch beim Verkauf von Fondsanteilen der Zinsabschlagsteuer unterliegen (siehe Abschnitt »16.4: Besteuerung von Fonds in deutschen Depots«). Bei Fonds, die direkt bei der jeweiligen ausländischen Fondsgesellschaft verwahrt werden, ist das jedoch nicht der Fall, weil der deutsche Gesetzgeber die depotführende Stelle nicht zwingen kann, die deutschen Steuergesetze in seinem Sinne anzuwenden. Wenn man also einen Fonds von einer ausländischen Fondsgesellschaft verwahren läßt, dann kann man die weiter oben erklärten Begriffe wie Zinsabschlagsteuer, Solidaritätszuschlag, Freistellungsauftrag und Stückzinstopf getrost vergessen, weil es bei den ausländischen Fondsgesellschaften so etwas wie eine "Steuer-Vorauszahlung" schlicht und einfach nicht gibt.

Bei Fonds in ausländischen Depots wird die Besteuerung grundsätzlich erst mit der Abgabe der jährlichen Steuererklärung eingeleitet. Die am Jahresende zugeschickte Steuerbescheinigung gibt Auskunft über die Höhe der steuerpflichtigen Erträge des vergangenen Jahres. Wenn man Fonds bei mehreren Fondsgesellschaften deponiert hat, sind die Steuerbescheinigungen unterschiedlich gestaltet und enthalten auch nicht alle die gleichen Daten.

Auch für Fonds ausländischer Fondsgesellschaften gilt: Mit dem Kauf von Fondsanteilen erwirbt und bezahlt man gleichzeitig ein gewisses Zwischengewinnguthaben, das man in der nächsten Steuererklärung mit den steuerpflichtigen Erträgen verrechnen kann. Leider gehen manche ausländischen Fondsgesellschaften ziemlich schlampig mit den gezahlten Zwischengewinnen um. Templeton (Luxemburg und USA) berücksichtigt den gezahlten Zwischengewinn jedenfalls nicht. Bei Flemings und Fidelity könnte es sein, daß er in den individuell ausgerechneten steuerpflichtigen Erträgen drinsteckt - da bin ich mir aber nicht sicher. Und bei der DBIM wird der gezahlte Zwischengewinn klar und deutlich ausgewiesen - so, wie man es eigentlich von allen Fondsgesellschaften erwarten könnte. Die Detail-Seite  »Steuerbescheinigungen verschiedener Fondsgesellschaften« zeigt, wie verschiedene Fondsgesellschaften ihre Steuerbescheinigungen gestalten und welche Daten sie enthalten.

Bei der Steuererklärung ist zu beachten, daß unter den Einkünften aus Kapitalvermögen (Anlage KSO) genauso wie bei Fonds in deutschen Depots nur der steuerpflichtige Teil der Ausschüttung bzw. bei thesaurierenden Fonds nur der steuerpflichtige ausschüttungsgleiche Ertrag anzugeben ist. Auf der oben angegebenen Detail-Seite erkennt man jedoch, daß z.B. Templeton (Luxemburg) keinen Unterschied macht zwischen dem ausgeschütteten Betrag und dem steuerpflichtigen Gewinn. In beiden Fällen wird auf die gleiche Tabelle verwiesen. Da in einer Ausschüttung auch steuerfreie Kursgewinne enthalten sein können (vgl. Templeton/USA), bezweifle ich, daß das alles bis aufs letzte Komma stimmt - ich kann mich natürlich auch irren.

16.5.1: Besteuerung von ausschüttenden Fonds in ausländischen Depots

Die Besteuerung eines ausschüttenden ausländischen Fonds läßt sich am besten anhand eines konkreten Beispiels zeigen. Dem folgenden Beispiel liegt der US-amerikanische Aktienfonds Templeton Growth Fund zugrunde. Dieser Fonds wird dreimal besteuert, nämlich an den beiden Ausschüttungsterminen im Oktober und Dezember (amerikanische Quellensteuer) und am Jahresende (deutsche Steuererklärung):

Depotstand unmittelbar vor der Ausschüttung:

AnteileRücknahmepreisDepotwert
419,46323,84 US $10.000,- US $

1. Ausschüttung vom 20.10.1997 (Dollarkurs vom 20.10.97: 1 US $ = 1,7722 DM):

je Anteil
Ausschüttung vom 20.10.972,79 US $4,94444 DM
Ausschüttungsgleiche Erträge0,00 US $0,00000 DM
In der Ausschüttung enthaltene
Veräußerungsgewinne
-2,37 US $-4,20011 DM
(davon langfristig)
(kurzfristig)
(2,08 US $)
 (0,29 US $)
(3,68617 DM)
 (0,51394 DM)
Steuerpflichtiger Gewinn0,42 US $0,74433 DM
Anrechenbare Quellensteuer U.S.A.0,063 US $0,11165 DM

Ermittlung der in Deutschland steuerpflichtigen Erträge:

AnteileSteuerpflichtiger
Ertrag je Anteil
Steuerpflichtiger
Ertrag
419,4630,74433 DM312,21 DM

Ermittlung der in Deutschland anrechenbaren Quellensteuer:

AnteileEinbehaltene Quellen-
steuer je Anteil
Anrechenbare
Quellensteuer
419,4630,11165 DM46,83 DM

Wiederanlage zum Rücknahmepreis (keine Wiederanlagegebühr):

Ausschüttung
(in US $)
Quellen-
steuer
(in US $)
Anlage-
betrag
(US $)
Anteils-
preis
(US $)
Anteile
je Anteilgesamtneugesamt
Ausschüttung
langfristiger
Kursgewinne
2,08872,48 872,4821,0541,448460,911
Dividenden-
ausschüttung
0,42176,1726,43¹149,7421,057,114468,025
Ausschüttung
kurzfristiger
Kursgewinne
0,29121,6418,23²103,4121,054,913472,938
¹) Quellensteuer, die in Deutschland angerechnet werden kann: 419,463 × 0,063 US $ = 26,43 US $
²) Diese Quellensteuer wird in Deutschland nicht angerechnet.

Depotstand unmittelbar nach Ausschüttung und Wiederanlage:

AnteileRücknahmepreisDepotwert
472,93821,05 US $9.955,34 US $¹
¹) Neuer Depotstand = Alter Depotstand - Quellensteuer = 10.000,- US $ - (26,43 US $ + 18,23 US $) = 9.955,34 US $

Die zweite Ausschüttung im Dezember läuft im Prinzip genauso ab wie die erste. Am Ende des Jahres bekommt man die jährliche Steuerbescheinigung (siehe Detail-Seite  »Steuerbescheinigungen verschiedener Fondsgesellschaften«), die noch einmal alle steuerrelevanten Daten der beiden Ausschüttungen enthält. Nur die Daten der Steuerbescheinigung sind in die Steuererklärung einzutragen.

16.5.2: Besteuerung von thesaurierenden Fonds in ausländischen Depots

Diese Besteuerung läuft im Vergleich zur Besteuerung eines ausländischen thesaurierenden Fonds in einem deutschen Depot "super-einfach" ab:

Die (ausländische) Fondsgesellschaft gibt die steuerpflichtigen thesaurierten Erträge des Fonds am Ende des Geschäftsjahres bekannt, man trägt diese Erträge am Jahresende in die Steuererklärung ein - fertig.


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