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Wasser - Der Pictet Global Sector Water

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Eines der Themen, dem viele Experten höchste Brisanz zusprechen, heißt "Trinkwasser" – die ersten Fondsgesellschaften reagieren bereits.

Auch wenn die biotechnologische Fieberkurve derzeit (wie so viele) nach unten zeigt, besteht wenig Zweifel daran, dass sich das frühzeitige Engagement in der Gen- und Biotechnologie für den Anleger gelohnt hat. Eine der ersten Gesellschaften, die diesen Trend erkannt haben, war die schweizerische Privatbank Pictet, deren Biotech-Fonds seit der Auflegung im Jänner 1994 gut 600 Prozent gewonnen hat. Eine stolze Bilanz. Nun wittern die Schweizer eine neue Chance, sich als Trendsetter zu profilieren. "Wasser" heißt der neue Hoffnungsträger, der sich zu einem ähnlich gewaltigen Markt entwickeln soll. Die Grundargumentation ist dabei so einfach wie schlüssig: Ohne Wasser geht gar nichts, und der vermeintlich "billige" Rohstoff wird immer knapper. Bereits jetzt leidet etwa ein Viertel der Erdbevölkerung unter Wasserknappheit, und der Bedarf nimmt weiter zu. Nach Prognosen der "World Commission on Water in the 21st Century" wird sich in den kommenden 25 Jahren die Zahl der Menschen, die keinen Zugang zu einigermaßen reinem Wasser haben, auf 2,3 Milliarden beinahe verdoppeln. Angesichts dieser Zahlen kündigt sich bereits an, dass für Unternehmen, die sich in diesem Segment engagieren, neben moralischem Lob auch ökonomische Erfolge zu erwarten sind.

Gigantische Investitionsvolumen

Denn vor dem Hintergrund dieser Prognosen wird erwartet, dass die Investitionen für Wasseraufbereitung, Versorgungsmanagement und andere Dienste und Waren im Umfeld von Wasser drastisch anziehen werden. "Wir gehen davon aus, dass die gegenwärtigen jährlichen Ausgaben nicht einmal 50 Prozent des notwendigen Aufwands der kommenden zehn Jahre entsprechen", meint Pictet-Fondsmanager Hans-Peter Portner. Das deckt sich auch mit den Schätzungen anderer Analysten. Die Deutsche Bank beziffert das anstehende Investitionsvolumen bis 2015 allein für Deutschland auf bis zu 250 Milliarden Euro.

Angesichts leerer Kassen bei der öffentlichen Hand wird damit der Weg für private Investoren geöffnet, die sich an dem lukrativen Geschäft beteiligen wollen. Entscheidend ist dabei, dass die in der Regel langfristig angelegten Verträge den privaten Versorgern verlässliche und stabile Margen garantieren. Und die sind offenbar nicht eben knapp bemessen. So geht man etwa bei RWE davon aus, dass die Wasseraktivitäten im Geschäftsjahr 2001/2002 bei einem Umsatzanteil von gerade einmal drei Prozent einen Ergebnisbeitrag von stattlichen 20 Prozent generieren sollen. Auf die anstehende Privatisierungswelle setzt auch Portner, der sein Augenmerk derzeit vor allem auf den US-Markt richtet. Dort würden aktuell nur zehn Prozent der Wasserversorgung von Privatunternehmen abgewickelt. Bis zum Jahr 2015 sollen es bis zu 75 Prozent sein, so berichtet der Fondsstratege.

Wenig Aktienauswahl

Die weltweit führenden Akteure im Wassermarkt sind die beiden französischen Großkonzerne Suez Lyonnais des Eaux und Vivendi Environment, die sich längst auch auf dem US-Markt tummeln und folgerichtig zu den Core-Holdings von Portner gehören. Das Anlageuniversum umfasst aber auch Gesellschaften, die sich mit der Wasserreinhaltung oder der Aufbereitung befassen. Hierzu zählt etwa die deutsche Wedeco, die Anlagen zur chlorfreien Aufbereitung von Wasser entwickelt und im vergangenen Jahr zu den absoluten Überfliegern im MDax gehörte.

Währungsrisiko

Trotz dieser Vorzeigebeispiele zeichnet sich aber auch in diesem Nischensegment eine relativ hohe Dollar-Lastigkeit ab, die es bei der Einbindung in Kundendepots zu beachten gilt. Knapp 60 Prozent des Fondsvolumens steckten zum 30. Juni in US-Unternehmen. Knapp 20 Prozent vereinigten die beiden französischen Konzerne und RWE auf sich. Insgesamt gesehen scheint der Ansatz aber durchaus schlüssig, zumal Portner innerhalb seines Anlageuniversums sowohl auf Standardwerte wie die großen Versorger als auch auf kleinere Wachstumswerte setzen kann, etwa aus dem Bereich der Brennstoffzellentechnik, die ebenfalls „wasserabhängig“ ist. Und tatsächlich ist mit der schweizerischen SAM – Sustainable Asset Management auch schon der erste Nachahmer auf den Plan getreten. SAM präsentiert seinen Water Fund, der auch in Deutschland, Österreich und Italien zum Vertrieb angemeldet wurde, Ende September in Zürich, Frankfurt und Düsseldorf.

Quelle: FONDSprofessionell Ausgabe 2/2001

» Pictet im Fokus: Anlagethema Biochech und Wasser
» PGS Water - letzter Bericht PDF-Datei (16 KB)
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Hinweis zum Chart      6 Fonds im Chart

Performance (27.11.2006 - 16.05.2012)
Name WKN Chartzeitr. 3 Jahre * 5 Jahre * Währ.
Pictet-Water- 933349 8,48 % 56,89 % 3,75 % EUR
* Stichtag: 30.04.2012