Unter Asset Allocation versteht man eine grundlegende Vorgehensweise im Rahmen des Portfoliomanagements.
Im Vordergrund steht dabei die Depotstruktur. Das Portfolio des Anlegers wird in unterschiedliche Bereiche und
Sektoren, sogenannte Assets, unterteilt.
Assets werden nach unterschiedlichen Kriterien gebildet.
Kriterien können dabei Wertpapierart, Währungen, geografische Lokationen, Laufzeiten,
Branchen u.v.a.m. sein. Welche Assets in das Portfolio einfließen, legt entweder der Anleger nach der
eigenen Neigung fest, oder es gibt gesetzliche oder sonstige Vorschriften, die den Rahmen für diese
Zusammensetzung bilden.
Das Ertragsziel und die Risikotoleranz des Anlegers bilden die Zielvorgabe der Asset Allocation.
Durch Zusammenstellung geeigneter Asset-Klassen wird eine langfristige Allokation gemäß den
Bedürfnissen des Anlegers vorgenommen. Der Portfoliomanager muß sich im folgenden an diesen
Vorgaben orientieren.
Eine weitere wichtige Vorgabe bildet der zeitliche Anlagehorizont.
Erhebliche Unterschiede in den Volatilitäten einzelner Märkte beschränken die möglichen
Asset-Klassen bei kurzfristigen Investments auf Renten- und Geldmarktpapiere. Ist der Anlagehorizont
lang genug, können auch Aktien-Assets mit erfahrungsgemäß höheren Langfristrenditen
berücksichtigt werden. Studien bescheinigen Aktienanlagen für Deutschland ein langfristiges
Rendite-Plus von ca. 6% gegenüber Rentenanlagen. Eine zusätzliche internationale Ausrichtung
kann das Risiko nochmals reduzieren, da nationale Assets einer Reihe von unterschiedlichen
Einflußfaktoren unterliegen, die sich teilweise kompensieren.
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