Geldanlage in Investmentfonds
Bequem, flexibel und effektiv
Viele Anleger stellen sich die Frage, ob sie Immobilien, Bundesanleihen
oder Aktien selbst kaufen, oder lieber über Investmentfonds
in diese Werte investieren sollen. Der Weg über den Fonds
erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Das in Fonds geflossene
Kapital hat sich seit 1990 mehr als verdoppelt. Trotzdem ist Deutschland
im internationalen Vergleich noch ein Fonds-Entwicklungsland.
Bei Amerikanern und Franzosen haben Investmentfonds eine lange
Tradition. 14000 Mark stecken pro Kopf in Fonds. Selbst die besonders
heikle betriebliche Altersvorsorge wird in USA aus Rendite- und
Steuergründen zu großen Teilen über Fonds realisiert.
Der durchschnittliche Deutsche aber hat gerade mal 2000 Mark
in Fonds investiert. Eigentlich völlig unverständlich,
haben Fonds doch für jeden Geschmack eine Menge zu bieten.
Wer in offene Investmentfonds investiert braucht sich keine Gedanken
darüber zu machen, welche Aktien oder Anleihen im Augenblick
die vielversprechendsten sind. Diese Aufgabe wird vom Fonds-Management
übernommen. Die verantwortlichen Profis der Investment-Gesellschaften
streuen das ihnen anvertraute Kapital nach den strengen Anlagerichtlinien
des Fonds. Das Risiko wird dabei erheblich reduziert. Der Investor
profitiert so vom Wachstum des ausgewählten Marktes schon
mit Beträgen ab 3000 DM. Eine vergleichbare Risikostreuung
würde bei der Direktanlage mehrere Millionen Mark, eine Menge
Engagement und Know-How erfordern. Zusätzliche Anlegersicherheit
bietet die ständige Überwachung der offenen Investmentfonds
durch das "Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen".
Investmentfonds stellen somit eine bequeme Anlageform für
all jene dar, die mit der Verwaltung ihres Vermögens möglichst
wenig zu tun haben möchten und trotzdem ruhig schlafen wollen.
Besonders positiv bewerten erfahrene Fondsanleger die große
Flexibilität von Investmentfonds. Der Kauf und Verkauf von
Anteilen offener Investmentfonds kann börsentäglich
erfolgen. Der Anleger kommt so jederzeit wieder an sein Geld.
Auch für den Wechsel in einen anderen Fonds reicht ein Anruf
oder ein Fax. Vielfach wird der Fondswechsel dafür benutzt,
Gewinne kurzfristig zu parken. Geldmarktfonds eignen sich hierfür
besonders gut. Sie erwirtschaften eine vernünftige risikolose
Rendite. Ist in naher Zukunft ein Engagement im Dollarraum oder
im Schweizer Franken beabsichtigt, werden diese Währungen
einfach durch einen entsprechend notierten Geldmarktfonds erworben.
Besondere Bedeutung kommt dieser Flexibilität in den kommenden
Jahren zu. Am 1. Januar 1999 steht die europäische Währungsunion
an. Es ist heute schon absehbar, daß damit erhebliche Turbulenzen
in den Kapital- und Anlagemärkten verbunden sein werden.
Dieser Unsicherheit kann der verantwortungsbewußte Anleger
nur mit "Flexible Response", also einer Strategie der
flexiblen Reaktion auf die bevorstehenden Ereignisse, begegnen.
Unbedingte Voraussetzung dafür ist die ausschließliche
Investition in liquide Märkte.
Für viele Anleger von größter Bedeutung sind die
Renditechancen. Sie orientieren sich an dem zugrundeliegenden
Investment. Boten offene Immobilienfonds in der Vergangenheit
einen nahezu stetigen Wertzuwachs von 6 bis 7%, so ist das Erfolgsspektrum
bei Aktienfonds weit größer gefächert. Wegen zugrundeliegender
konjunktureller Schwankungen steht und fällt der Erfolg
bei Aktienfonds mit der Länge des Investments. Mit Glück
und Geschick kann der Anleger in einem Jahr eine Rendite von über
150% erwirtschaften, wie eine ganze Reihe von Fonds 1993 eindrucksvoll
demonstrierten. Eine Anlagedauer von mindestens sieben bis zehn
Jahren sollte der Anleger aber einkalkulieren. Die Vergangenheit
hat gezeigt, daß Aktien langfristig sowohl Anleihen als
auch Immobilien deutlich überlegen sind. Erfolgreiche Aktienfonds
lagen denn auch nachhaltig über 10%. Die größtenteils
steuerfreien Wertzuwächse sorgten dazu noch für kaum
geringere Nachsteuer-Renditen. Am besten dokumentiert der nunmehr
40 Jahre alte Templeton Growth Fund den langfristigen Wertzuwachs.
Eine Untersuchung aller 20-Jahres-Zeiträume ergab folgendes
erstaunliche Ergebnis: legte ein Anleger zwischen 1955 und 1975
den Betrag von 100.000 US-Dollar an, konnte er sich 20 Jahre später
über durchschnittlich 4 Millionen Deutsche Mark freuen. Die
schlechteste Periode ergab 1,85 Mio. DM, die Beste über 7
Millionen.
Die Frage, welche Investmentfonds die richtigen sind, kann nicht
allgemeingültig beantwortet werden. Jeder einzelne muß
für sich selbst entscheiden, welche Ziele mit dem Investment
verbunden werden. Entscheidungsgrundlage sollte die Managementleistung
eines Fonds über einen größeren Zeitraum und das
persönliche Sicherheitsbedürfnis sein. Bei der Zusammenstellung
eines individuellen Fondsdepots sind neben Banken in jüngerer
Vergangenheit auch die Spezialisten der Investment-Fonds-Shops behilflich.
Sie bieten neben einer fundierten Beratung und Betreuung vor allem
die gesamte Palette der am Markt befindlichen Produkte zur Auswahl.
Heiko Wöhr, INFOS INTERNATIONAL FONDS SELECTION
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