Zur vorigen Seite zurück Beta-Faktor

Der Beta-Faktor ist ein relatives Risikomaß. Er stellt die Abhängigkeit zwischen der Fonds- und Benchmark-Performance dar. Er ist eine Kennzahl über die Sensitivität des Fondskurses auf die Veränderung des Indexkurses: Veränderung der Fondsrendite, wenn der Benchmark (Markt) um 1% steigt oder fällt.

Ein Beta-Faktor von z.B 1,2 besagt, daß sich die Wertveränderung eines Fonds um 1,2% stärker bewegt hat, wenn sich der Benchmark (Marktindizes) um 1% verändert hat. Betafaktoren unter 1 halten sich in einer Baisse besser, bringen aber in der Hausse weniger Gewinn und umgekehrt.

ß > 1 --> Der Fonds schwankt stärker als der Gesamtmarkt
ß < 1 --> Der Fonds schwankt nicht so stark wie der Gesamtmarkt
ß = 1 --> Der Fonds ist genauso volatil wie der Markt.
Bei ß = 1 handelt es sich um einen Fonds, dessen Risiko identisch ist mit dem Marktrisiko, beispielsweise ein indexierter Fonds.
Fazit

Für den Investor ist Beta (ß) ein relevanter Risikoparameter, wenn er sein eigenes Risiko mit dem Risiko des Marktes vergleichen möchte und darauf aufbauend seine Investitionsentscheidung trifft.

Je höher ß, desto aggressiver ist der Managementansatz.

Bei defensiver Anlagestrategie wählt man ein Fonds mit niedrigen ß und umgekehrt.

Beispiel:

Baring German Growth vs. FAZ Index
(relatives Risiko) = 0,8
Steigt der Index um 10%, steigt der Baring Fonds um 8%.
Fällt der Index um 10%, fällt der Baring Fonds nur 8%.

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