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Investments auf Basis unterschiedlicher Anlagestile

Eine Einführung

Investments haben viele Dimensionen

Merrill Lynch Investment Managers (MLIM) trägt dem Umstand Rechnung, daß es sich bei Investments um eine Tätigkeit handelt, die eine Vielzahl von Dimensionen aufweist. Bei Aktieninvestments werden die Portfolioerträge von vielen Variablen beeinflußt. Diese reichen über volkswirtschaftliche Faktoren auf Basis des Top Down- Ansatzes bis hin zu Bottom Up-Einflußfaktoren wie das Verschuldungsniveau eines bestimmten Unternehmens oder dessen Sensitivität für Veränderungen des Wechselkurses. Eine große Zahl dieser Faktoren kann im Hinblick auf Aktieninvestment-„Stile" kategorisiert werden.

Anlagestile kommen nie aus der Mode

MLIM führt in bezug auf die Auswirkungen unterschiedlicher Anlagestile im Zusammenhang mit potentiellen Portfolioerträgen und das Ausmaß von Risiko 1 ein umfangreiches Research durch. Wir identifizieren die drei verbreitetsten Anlagestile als „Value", „Growth" und „Marktkapitalisierung". Im Rahmen einer grundsätzlichen Definition weisen „Value"-Titel üblicherweise ein hohes Verhältnis Buchwert/Marktkapitalisierung auf; „Growth"- Titeln verfügen über ein hohes langfristig zu erwartendes Gewinnwachstum pro Aktie sowie häufig über einen niedrigen Buch-/Marktwert; ein Unternehmen im Zusammenhang mit dem Anlagestil „Marktkapitalisierung" wird üblicherweise auf Basis seiner Marktkapitalisierung definiert.

Anlagestil Value im Vergleich zum Anlagestil Growth

Obwohl unser Research zu der Schlußfolgerung kommt, daß sich der Value-Anlagestil im Laufe eines (sehr) langen Zeitraums besser als der Growth-Anlagestil entwickelt hat, gibt es keinen offensichtlichen oder theoretisch fundierten Grund dafür, warum dies so ist. Deshalb wird der zukünftig langfristig zu erwartende Ertrag auf Basis des Value-Anlagestils vermutlich ebenso hoch ausfallen wie der des Growth-Anlagestils.
Die Erfahrung der 90er Jahre mit ihrem globalen Boom und dem dann folgenden Zusammenbruch der (als Growth-Titel klassifizierten) Technologie-, Medien- und Telekommunikationstitel (den TMTBranchen) unterstreicht, daß sich Anleger an den Aktienmärkten im Hinblick auf das Verhalten auf Basis des Value- und des Growth- Anlagestils „stilbewußt" zeigen müssen. Obwohl die Erträge dieser beiden Anlagestile in der Vergangenheit recht hoch miteinander korreliert waren, erlebte dieser Zeitraum eine deutliche „Abkoppelung" (siehe auch Graphik 1), die jedes Segment erfaßte. Dies hat im Zusammenhang mit dem Anstieg der absoluten Volatilität (insbesondere bei den TMT-Titeln) zur Folge gehabt, daß die Wertschwankungen einer Art von Wertpapier im Vergleich zur anderen dramatisch angestiegen und die Korrelation zwischen Value und Growth zurückgegangen ist.
Die wilde Rotation in bezug auf die Wertentwicklung von Growthund Value-Titeln in den Jahren 1997 bis 2002 (bis dato) deutet darauf hin, daß die Investoren zwischen den unterschiedlichen Anlagestilen diversifizieren sollten - insbesondere, wenn sie sich Sorgen um die allgemeine Wertentwicklung ihrer Portfolios im Vergleich zu Referenzindizes für den breiten Markt machen.

Value und Growth 'abgekoppelt' in TMT-Wirtschaftsblüte und -krise

Investments auf Basis des Faktors Marktkapitalisierung

Ähnlich wie bei Value-Titeln zeigt unser Vergleich zwischen niedrigkapitalisierten und marktbreiten Aktien, daß sich Nebenwerte über einen (sehr) langen Zeitraum überdurchschnittlich entwickelt haben. Ihre Ergebnisse seit den 80er Jahren fielen jedoch enttäuschend aus. Darüber hinaus weisen kleinere Aktien langfristig eine höhere Volatilität auf, die durch die potentiell höheren Erträge nicht immer vollständig ausgeglichen wird.
Für die Zukunft gehen wir davon aus, daß die „erwarteten" Erträge kleinerer Unternehmen im großen und ganzen auf der Höhe der Erträge marktbreiter Titel liegen werden - obwohl deren Wertentwicklung momentan davon abweicht. Sie werden vermutlich weiterhin schwankender tendieren.
Da kleinere Unternehmen jedoch nicht so gründlich analysiert werden wie ihre marktbreiteren Pendants, halten wir es für möglich, in Unternehmen in einem frühen Stadium ihrer Entwicklung Anlagechancen zu entdecken oder aber Firmen, die mißverstanden und deshalb vom Aktienmarkt falsch ausgepreist werden, Anlagemöglichkeiten zu identifizieren. Wie Graphik 2 zeigt, wird eine moderate Gewichtung im Bereich der niedrigkapitalisierten Werte im Rahmen einer breit gestreuten Aktienstrategie tendenziell dazu beitragen, die Volatilität der Ausrichtung auf Aktien insgesamt zu reduzieren.

Niedrigkapitalisierte Werte sind eine effektive Diversifikation für Aktienbestände

Branchenorientierter Anlagestil

Darüber hinaus kommt unser Research zu der Schlußfolgerung, daß eine Branchenausrichtung sehr bedeutsam ist, wenn man die erwarteten Erträge der unterschiedlichen Anlagestile berücksichtigt. Es sollte jedoch darauf hingewiesen werden, daß eine Branchenausrichtung bei der Wertentwicklung von Nebenwerten im Vergleich zu marktbreiten Titeln wesentlich weniger Auswirkungen hat.
Anfang der 90er Jahre wurde das Spektrum der Growth-Titeln durch Finanztitel bestimmt. Heutzutage machen Technologietitel den größten Anteil der Palette der Growth-Titeln aus. Sie haben einen Anteil von 24% (von lediglich 5% im Jahre 1990). Aktien aus dem Bereich Gesundheitswesen sind im Segment der Growth-Titel nun die zeitgrößte Komponente.
Im Gegensatz dazu wird die Palette der Value-Titel immer stärker durch Finanztitel bestimmt. Diese machen nach der Marktkapitalisierung nun 28% an der Value-Palette aus (nach 19% im Jahre 1990). Technologiewerte sind im Bereich der globalen Value-Titel nur noch zu 6% vertreten.
Deshalb sind Growth-Titel im Technologiesektor nun deutlich übergewichtet und Finanztitel untergewichtet (im Vergleich zum Value-Anlagestil). So wurde im Verlauf der letzten drei Jahre die Entscheidung für Growth- bzw. Value-Titeln fast gleichbedeutend mit der Entscheidung für Technologie- bzw. Finanztiteln. Die relativen Wertentwicklungszahlen von Technologie- gegenüber Finanztiteln erklären im Beobachtungszeitraum über 90% der Wertentwicklung von Growth- gegenüber Value-Titeln (dies zeigt Graphik 3).

Branchenorientierter Anlagestil

Unserer Meinung nach hängt die Entscheidung für einen speziellen Anlagestil eng mit der Branchenentscheidung zusammen. Unsere Investment-Uhr (siehe Graphik 4) ist über einen gesamten Marktzyklus im Hinblick auf die Entscheidungen auf Branchen- und Anlagestilebene ein nützliches Werkzeug.

Die 'Investment-Uhr'

Die Bausteine für hervorragende Investmentergebnisse

Nachdem wir die dramatischen Umschichtungen zwischen den Investmentstilen und den Aktienmarkt-Branchen in den letzten Jahren erlebt haben, bietet Merrill Lynch International Investment Funds (MLIIF) den Anlegern die Möglichkeit, breit gestreute Portfolios zu strukturieren, wobei gleichzeitig „Schwerpunkte" auf die angemessenen Anlageklassen, Anlagestile und Branchen - wenn gewünscht - gesetzt werden können.
Sowohl in den Sub-Fonds im Bereich der Rentenpapiere als auch bei Mischportfolios umfaßt MLIIF eine breite Palette von Aktienprodukten und trägt sowohl den Anlagestilen Value, Growth und niedrigkapitalisierte Werte als auch Fonds Rechnung, die auf spezielle Industriezweige weltweit ausgerichtet sind. Anleger können diese „Bausteine" leicht zusammenstellen, um ihre eigenen, individuellen Kundenbedürfnisse zu erfüllen.


Der "relativen Value" Ansatz von Merrill Lynch ist erfolgreich:
MLIIF Global Fundamental Value (987755) vs. Templeton Growth Fonds:

  » Erstes Halbjahr 02 (PDF 10 KB)
  » 3 Jahresvergleich (PDF 11 KB)
  » 5 Jahresvergleich (PDF 11 KB)

MLIIF Global Allocation Fonds (WKN 987142):

  » 5 Jahresvergleich mit S&P GA Gem Fds (flex) Int USD (PDF 11 KB)
  » 5 Jahresvergleich mit Templeton Growth Fonds (PDF 11 KB)

Weitere Informationen zur Stilanalyse:
» Stilanalyse -Was steckt wirklich in einem Fonds drin?