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Der Einbruch an den Weltbörsen - wie Investoren ihn überleben und davon profitieren können

"Gerade jetzt, nach drei Baisse-Jahren, sollte man sich bewusst machen, dass Bärenmarkt und Depression vorübergehende Erscheinungen sind. Die Menschen bleiben nicht für alle Zeiten pessimistisch."

Sir John Templeton, Juli 1949

Die nun 27 Monate andauernde Baisse Phase an den globalen Aktienmärkten läßt viele Experten ratlos erscheinen. Ungewöhnlich ist vor allem, dass sich die Entwicklung der Aktienmärkte mittlerweile völlig von den eigentlich positiven konjunkturellen Rahmendaten gelöst zu haben scheint. Der massive Ausverkauf nach der Konkursmeldung des Telekommunikationsunternehmens WorldCom hat die Hoffnung genährt, dass sich die Märkte jetzt langsam einer Bodenbildung nähern. Eine genaue Prognose wagt aber kaum jemand.

Anleger, die in den vergangenen Jahren auf Aktien und Investmentprodukte als Anlageinstrumente gesetzt haben, sind verunsichert: Sollen sie ihre Verluste realisieren, um zu retten, was noch zu retten ist? Oder bietet der massive Einbruch möglicherweise auch Chancen?



Reinigungsprozess der Märkte notwendig

Die Fondsmanager von Templeton haben in den vergangenen Monaten immer wieder auf die ihrer Meinung nach weiterhin zu hohe Bewertung vieler Aktien hingewiesen (s. Kommentar zum Templeton Growth (Euro) Fund, April 2002). Aus diesem Grunde sehen sie die derzeitige Marktbereinigung als notwendig an. "Es ist gut, dass Fehlentwicklungen, die exzessiven Überbewertungen der Vergangenheit und auch die teilweise fragwürdige Berichterstattung einiger Unternehmen endlich thematisiert werden. Der Markt braucht diesen Reinigungsprozess, um überschüssiges Kapital und Überkapazitäten wieder abzubauen", sagt Murdo Murchison, Manager des Templeton Growth Fund, Inc. und des Templeton Growth (Euro) Fund. "Die schnelle und umfassende Reaktion der amerikanischen Aufsichtsbehörden ist dabei bemerkenswert."



Bewertungen weiterhin hoch

Die Konsolidierungsphase wird möglicherweise noch einige Zeit andauern. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass Korrekturbewegungen nach dem Platzen einer spekulativen Blase durchaus länger (bis zu 3 Jahre) andauern können. Das macht das folgende Chart deutlich:

Jahre vor/nach Höchststand


Pessimismus bietet gute Kaufgelegenheiten

Für Murdo Murchison sind die Zeiten des größten Pessimismus die besten Zeiten, um unterbewertete Unternehmen zu kaufen. Durch die allgemeine Ausverkaufsstimmung steigt die Chance, in verschiedenen Branchen Unternehmen zu finden, die, gemessen an ihrem langfristigen Potenzial, unterbewertet sind. Auch in Sektoren wie Pharma, Telekommunikation oder Technologie, also in Bereichen, die Templeton Fondsmanager in den vergangenen Jahren gemieden haben, finden sich jetzt günstige Gelegenheiten für langfristig orientierte Investoren.

Dabei ist eine sorgfältige Auswahl der Titel entscheidend. Denn noch ist z.B. nicht der gesamte Technologiesektor günstig. Es kommt darauf an, die Unternehmen zu identifizieren, die sich durch eine solide Bilanz und einen gesunden Cash-flow auszeichnen. Die folgende Graphik zeigt am Beispiel des MSCI AC World Index, dass es auch in Jahren mit einer negativen Entwicklung des Gesamtindex immer wieder Aktien gab, die sich positiv entwickelt haben:

Anzahl der steigenden und fallenden Aktien im MSCI All Country World Index


Stockpicking bietet Chancen in fallenden Märkten

Durch Stockpicking suchen die Fondsmanager von Templeton gezielt nach solchen Aktien. Derzeit achten sie dabei vor allem auf die Dividendenrendite. Eine wirklich erwirtschaftete hohe Dividende ist ein Indiz für die Stabilität der Unternehmensfinanzen.

"Wir kaufen keine Märkte, sondern Aktien, und sind deshalb unabhängiger von der Entwicklung einzelner Branchen oder Länder." (Murdo Murchison)

Eine aktive Stockpicking Strategie bietet dabei langfristig gute Chancen. Templeton arbeitet seit mehr als 47 Jahren nach dieser Strategie. Bereits in vergangenen Krisen an den Aktienmärkten hat sich dieser Ansatz bewährt. Der Templeton Growth Fund, Inc. etwa, hat in den vergangenen 20 Jahren eine durchschnittliche jährliche Rendite von 14,8% erzielt (in US-Dollar, Stand 30. Juni 2002).

20-Jahresperformance


Was ist zu tun?

Als Folge der derzeitigen Konsolidierung erwartet Murdo Murchison bei der Aktienanlage am Markt für die nächsten Jahre eine durchschnittliche Rendite von 6-7%. Der wertorientierte Bottom-up-Ansatz sollte dabei in der Lage sein, eine zusätzliche Outperformance von 1-2% zu erzielen.

Solche Ergebnisse werden in einem von relativ niedrigen Zinsen geprägten Umfeld im festverzinslichen Bereich kaum erreicht werden können.

Für Anleger ist ein kühler Kopf heute wichtiger als je zuvor. Denn auch wenn es angesichts der täglichen Hiobsbotschaften von den Aktienmärkten schwerfällt: wer sich jetzt von Emotionen leiten läßt, muss möglicherweise teuer dafür bezahlen.

Durch eine solide Aktienauswahl haben die Templeton Fonds in der Vergangenheit auch schwierige Zeiten gemeistert. Die Manager werden die Krise nutzen, um qualitativ hochwertige Aktien zu günstigen Preisen zu erwerben und legen damit die Basis für ihre zukünftigen Erfolge. Langfristig orientierte Investoren werden davon profitieren.

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