Ihr Depotspezialist!
  Sie sind nicht eingeloggt.
 
Investmentfonds mit Rabatt! 100% Rabatt auf den Ausgabeaufschlag keine Depotgebühr Depotvolumen ab 50.000 Euro kostenloses Quartalsreporting in Privatbankgüte Jetzt 500 Euro Begrüßungsgeld sichern Fonds-Super-Markt  
Hotline 0800 - 744 744 2 (Täglich von 7 - 22 h)
 
   
 
Investieren Sie in eine stabile Anlageform: GOLD

Anwendbarkeit neoklassischer Finanzierungstheorien auf die Emerging Capital Markets in Mittel- und Osteuropa

Einleitung und Problemstellung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen der Kapitalmarktforschung, wobei sowohl die neoklassische Betrachtungsweise als auch die neo-institutionalistische Interpretation der dabei offenbleibenden Fragen ihren Einfluß finden, und mit den Möglichkeiten, die beide Ansätze bieten, um erfolgreiche Investitionen tätigen zu können.

Dargestellt werden soll dies am Beispiel einiger ausgewählter aufstrebender Märkte - der sogenannten Emerging Markets - in Mittel- und Osteuropa. Diese Länder zeichnen sich dadurch aus, daß trotz geographischer Nähe und einer vergleichbaren politischen und wirtschaftlichen Entwicklung zum einen die Kapitalmärkte der einzelnen Länder ein deutlich unterschiedliches Niveau aufweisen, während ihnen andererseits gemein ist, daß sie von ausländischen Investoren aufgrund der besonderen sich bietenden Chancen verstärkt vor allem für Portfolio-Investitionen in Betracht gezogen werden.

Verständlich wird die wachsende Bedeutung dieser Märkte für internationale Anleger, wenn man die hier in letzter Zeit erzielten Renditen mit denen an Börsen in entwickelten Ländern vergleicht. Während ein Engagement in die Werte des deutschen Aktienindex DAX - auf DM-Basis - über das Jahr 1996 mit 26,3 Prozent und eine am amerikanischen S&P 500 Index ausgerichtete Anlage mit 33,2 Prozent rentierte, konnte ein Investor an den Börsen Warschaus mit 74,8 und Budapests mit 146,9 Prozent eine deutlich höhere Rendite erzielen.

Ein "kostenloses Mittagessen" , so wird an der Wall Street behauptet, existiert in der Finanzwelt nicht. Gemeint ist damit die Einschätzung der Analysten, daß abnormale Renditen, also solche Gewinne, deren Preis in Ausprägung ihres Risikos - bezogen auf ihren Marktwert - unter dem marktüblichen Niveau liegt, grundsätzlich nicht zu erzielen sind. Untersuchungen vor allem des amerikanischen Aktienmarktes, auf die in einem späteren Abschnitt noch eingegangen wird, haben gezeigt, daß diese Erkenntnis, wenn sie auf entwickelte und weitgehend effiziente Märkte bezogen wird, durchaus über Gültigkeit verfügt.

Für die in dieser Arbeit betrachteten Emerging Markets hingegen ergibt sich aufgrund von Marktunvollkommenheiten, deren Existenz und Akzeptanz die Grundlage der neo-institutionalistischen Forschung bildet, sowie der daraus resultierenden Informationsasymmetrie zwischen verschiedenen Investoren ein anderes Bild. Durch die Ausnutzung von Unvollkommenheiten bietet sich einzelnen Investoren die Chance ungleich höherer Renditen.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, anhand einzelner Kriterien, dargestellt am Beispiel ausgewählter Länder in Mittel- und Osteuropa, herauszuarbeiten, welche Faktoren berücksichtigt werden müßsen, um Außsagen zum Grad der Effizienz einzelner Kapitalmärkte treffen zu können und zu belegen, warum die theoretischen Ansätze der Neoklassik für Investitionsentscheidungen in Emerging Markets (bisher) nur sehr begrenzt anwendbar sind. Zudem soll gezeigt werden, mit welchen Problemen neoklaßsische Überlegungen auch bei weitgehend effizienten Kapitalmärkten konfrontiert sind.

Zurück
zum Inhalt
Weiter zum
ersten Kapitel