Threadneedle European Select Growth Fund - Darrell O`Dea
2. Mai 2002. Darrell O'Dea, Fondsmanager des beliebten Threadneedle European Select Growth Fund nimmt Stellung zu seiner Einschätzung des Marktes, sowie zur aktuellen Ausrichtung seines Fonds.
Die Volatilität der europäischen Märkte setzte sich in diesem Jahr fort, daher haben wir uns verstärkt auf Unternehmen mit solidem Management und sichtbaren Resultaten konzentriert. Die Anleger sind nach wie vor nervös und suchen nach Sicherheiten, und unsere Portfolios reflektieren diesen Trend.
Unsere derzeitige Strategie ähnelt der des ersten Quartals 2002 und obwohl sich die Konjunktur erholt ist das Tempo dieser Erholung nach wie vor ungewiss. Angesichts dieser Unsicherheit und der bereits erwähnten Nervosität der Anleger behalten wir die defensivere Ausrichtung unserer Portfolios auch weiterhin bei - mit der Betonung auf qualitativ hochwertige Unternehmen.
Ein weiterer Faktor, der uns in diesem Jahr geholfen hat ist die gezielte Einzelwertauswahl. Wir kontrollieren natürlich unsere Länder- und Branchengewichtung, doch auf die Unternehmensebene zu schauen und sich auf die einzelnen Aktien mit der besten Performance zu konzentrieren, diese Strategie hat sich im letzten Quartal wirklich bezahlt gemacht.
Wir haben Telekommunikations- und Hardware-Titel gegenwärtig untergewichtet. Diese Bereiche werden zudem unseren Ansprüchen, die ich bereits erwähnt habe, nämlich sichtbare Resultate nicht gerecht. Im Hardware-Bereich gab es eine deutliche Revision der Gewinnerwartungen. Trotz dieser Reduktion bleiben Unsicherheiten bezüglich der Prognosen bestehen. Telekommunikationsunternehmen leiden darüber hinaus unter hoher Verschuldung. Wir sind daher in Hardware-Unternehmen wie Nokia, Ericsson und Alcatel ebenso untergewichtet wie in Telekommunikationsunternehmen.
Es gibt im Wesentlichen zwei Faktoren, die uns zu einer Abweichung von unserer derzeitigen Strategie bewegen würden: zunächst ein anhaltender konjunktureller Aufschwung und zweitens eine Stabilisierung der Gewinnprognosen
sowie Anzeichen für eine wirtschaftliche Verbesserung auf Unternehmensebene. Hinweise darauf, daß sich die Lage stabilisiert, gibt es sowohl aus makroökonomischer Sicht, als auch auf Unternehmensebene – der Markt bleibt jedoch weiterhin volatil. Ehe wir uns also entscheiden, uns von unserer defensiven Strategie zu lösen, bedarf es weiterer deutlicher Signale für eine anhaltende Erholung sowohl gesamtwirtschaftlich als auch auf Unternehmensebene.
» Investieren in Europa - Threadneedle, Experte für europäische Aktienanlagen (PDF; 371 KB)
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