Vermögensbildung mit Aktienfonds
Warum sollte man keine festverzinslichen Papiere kaufen?
Die deutschen Investoren haben eine Scheu vor Aktien. Aus Sicherheitsgründen bevorzugen sie Festgeld, und festverzinsliche Wertpapiere. Hier steht jedoch nur eines "fest", nämlich daß sich ein Vermögen nicht bilden läßt.. Abzüglich der zu entrichtenden Steuern und der am Geldwert nagenden Inflation (seit 25 Jahren im Schnitt 3,5%) bleibt bestenfalls der Wert erhalten.
Warum Sachwert und kein Geldwert?
Sachwerte haben in den vergangenen hundert Jahren Rezessionen, Inflationen und andere Wirtschaftseinbrüche immer überstanden. Auch nach einer entsprechenden Rezession haben Anteile an Unternehmen (Aktien) ihren Substanzwert gehalten. Eine Beteiligung am Produktivkapital ist die Grundlage für Vermögensbildung. Das investierte Geld arbeitet unternehmerisch unter einem effizienten Management und mit motivierten Mitarbeitern in wachstumsorientierten Märtkten mit zukunftsorientierten Produkten.
Warum sollte man nicht in Einzelaktien investieren?
Ein Investment in Einzelaktien ist sehr riskant. Der Einzelaktionär hat nicht die Möglichkeit, eine echte Risikostreuung zu erreichen. Mit der Bewertung einzelner Aktientitel oder einer Substanzwertanalyse, ist der Einzelaktionär hoffnungslos überfordert. Eine Analyse der Aktie zur Findung des tatsächlichen "wahren" Wertes ist für ihn nicht durchführbar.
Warum sind Aktienfonds eine gute Anlage?
Hier wird, ähnlich einer Versicherung, das Wertschwankungsrisiko durch Beteiligungen an hunderten von Einzeltiteln deutlich reduziert. Der Investor erhält für den Ausgabenaufschlag ein professionellesVermögensmanagement, das sich ausschließlich mit der Auswahl von Aktien und dem Fondsmanagement beschäftigt. Er erhält Erträge aus Kursgewinnen, Zinsen, Dividenden etc. Der Ertrag besteht bei Aktienfonds überwiegend aus Kursgewinnen, und diese sind nach sechs Monaten steuerbefreit. Der Investor kann uneingeschränkt über sein Geld verfügen und ist somit liquide und flexibel. Weiterhin hat er im Vergleich zum Ertrag niedrige Kosten.
Vorsicht bei deutschen Aktienfonds!
Deutsche Aktienfonds zählen im internationalen Vergleich zu den
Schlußlichtern der Renditeskala. Gründe: Jede Großbank hat ihre eigene Fondsgesellschaft und vertreibt die hauseigenen Produkte. Unter den deutschen Fondsgesellschaften herrscht kein ernsthafter Wettbewerb. Hausinterne Interessenkonflikte bestimmen das Bild. Industriebeteiligung der Banken von mehr als zehn Prozent sind keine Seltenheit. Diese "Muttergesellschaften" können unwillkommene Aktien aus dem eigenen Bestand auf die Fonds abschieben. Fondsmanager werden meistens nicht leistungsorientiert entlohnt. Ferner werden von Frankfurt aus Aktien in Wachstumsmärkten wie Südostasien oder Südamerika gekauft. Hier lauern Gefahren, da eine Bewertung vor Ort zum "wahren" Wert kaum möglich ist.
Was spricht für ausländische Aktienfonds?
Internationale Gesellschaften haben derartige Interessenkonflikte nicht. Sie konzentrieren sich auf das Kerngeschäft: Investmentmanagement. Eine Anbindung an eine Bank gibt es nicht. Diese Gesellschaften sind unabhängig und frei von Interessenszwängen. Sie führen weltweit Finanz- und Unternehmensanalysen durch. Dabei stehen Sie untereinander in einem harten, internationalen Wettbewerb. Die Fondsmanager werden leistungsorientiert bezahlt und die Performance der gemanagten Fonds wird fortlaufend beobachtet.Diese Fondsgesellschaften haben ihre Analysten vor Ort und prüfen im Direktkontakt die Gesellschaften, in die der Fonds investiert ist oder investieren wird.
Fazit:
Die großen ausländischen Fonds (meistens mit Europasitz in Luxembourg) bieten Renditen, die weitaus höher sind als bei vergleichbaren deutschen Fonds. Auch können sie auf eine über 50jährige Erfahrung und Historie zurückblicken.
Was können Aktienfonds erwirtschaften?
Fonds eignen sich in erster Linie für Langzeitinvestments von mindestens 5-10 Jahren. Beachten Sie die Möglichkeit, monatliche Einzahlungen ohne Laufzeitbindung vorzunehmen. Eine Sparrate von 1.000 DM monatlich ergibt bei einer Jahresdurchschnitt von ca. 14%, wie sie von konservativ anlegenden Fonds seit über 40 Jahren erzielt wird, nach 10 Jahren ein Vermögen von etwa 260.000 DM.
Sind ausländische Fondsgesellschaften sicher?
Die unter SICAV (Sociétér d'Investissement à Capital Variable> in Luxembourg zugelassenen Gesellschaften haben eine Vertriebszulassung vom BAK (Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen) für den Deutschan Markt. Überdies stehen die großen ausländischen Gesellschaften unter der Kontrolle der SEC (Security Exchange Comission). Wie jede börsenorientierte Aktiengesellschaft stellen die Fondsgesellschaften ihren Anteilseignern jährlich einen von Wirtschaftsprüfern testierten Jahresbericht zu. Die Anlagewährung auf internationalem Parkett ist zumeist der US-Dollar.
Gibt es Gefahren beim Investment in Aktienfonds?
Auf diese Frage gibt es nur eine Antwort: "Ja, der Investor selbst." Um erfolgreich in Aktieninvestmentfonds zu investieren, ist die Einhaltung folgender Empfehlungen dringend angeraten:
- Ignorieren Sie Zeitungsberichte aller Art aus Wirtschaft und Börse. Nur Profis können die Berichterstattung der Weltwirtschaft richtig bewerten.
- Auf keinen Fall die Kurse ununterbrochen verfolgen und permanent Bilanz machen, ob man Gewinn oder Verlust erzielt hat
- Bleiben Sie hartnäckig, zäh und geduldig; bleiben Sie Ihrem Anlagehorizont treu (Mindestanlagezeitraum 5-10 Jahre).
- Vertrauen Sie auf das solide Management einer Investmentgesellschaft, die schon Jahrzehnte nachweislich tätig ist.
- Trennen Sie Ihre Emotionen von Ihrem Geld, bevor Ihre Emotionen Sie von Ihrem Geld trennen!
In Ihrem Beruf wollen Sie gut verdienen! Warum nicht beim Sparen? Beginnen Sie mit dem Sparen in Aktienfonds, denn wie Ihre Finanzen morgen aussehen, entscheiden Sie heute. Lassen Sie sich von einem qualifizierten Finanzberater zum Thema Investmentfonds aufklären. Sie werden sehen: mit dem richtigen Verständnis machen Investments in Aktienfonds richtig Spaß!
Zurück
|