Die künstliche Intelligenz und ihr Energiehunger
Viele Konzerne setzen auf den weiteren Ausbau seiner Kapazitäten. Dabei steht nicht nur das Rennen nach dem besten Sprachmodell im Mittelpunkt. Künstliche Intelligenz verbessert sich mit zunehmender Geschwindigkeit, Anwendung findet KI in immer mehr Bereichen – von einzelnen Chatbots bis hin zur Wissenschaft, zum Programmieren oder bei Robotern.
Einen Schritt weiter geht bereits ein Technologieunternehmen in China. Dieses erstellt digitale Mitarbeiter. Sie verkaufen auf sozialen Plattformen Produkte – an mehrere Kunden gleichzeitig, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, ohne Provision. Das erhöht nicht nur die Effizienz, sondern auch direkt den Umsatz. Folglich werden solche Projekte vermehrt implementiert und erweitern somit die Anwendung der Künstlichen Intelligenz.
Der Nebeneffekt ist unmittelbar abzulesen: Direkte Interaktion erfordert höhere Rechenleistung, somit mehr Kapazitäten bei den Rechenzentren und mehr Energie. Die nächste Welle ist schon in Sicht: einige Unternehmen arbeiten an humanoiden Robotern. Die Erfassung des Raumes durch Kameras sowie die Verarbeitung des Videomaterials führen zur physischen Bewegung des Roboters. Dies stellt aber die Rechenleistung wieder vor neue Herausforderungen: Mehr und mehr steigt somit die Beanspruchung der Rechenzentren. Getragen wird dies von politischer Unterstützung – sei es aus sozialen oder militärischen Interessen – und der Vision, dass ein führendes Unternehmen den Großteil der Gewinne erhalten wird.